HSV gegen Pauli: Nach unfassbaren Szenen – SO bereitet sich Hamburg aufs Derby im Lockdown vor

Am 1. März steht das Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV an.
Am 1. März steht das Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV an.
Foto: IMAGO / agefotostock & IMAGO / Sepp Spiegl & picture alliance/dpa (Montage MOIN.DE)

Am vergangenen Wochenende haben mehrere hundert Fans den Bus des Bundesligisten Borussia Dortmund nach dem 4:0 im Revierderby beim FC Schalke 04 am Trainingsgelände in Empfang genommen. Dabei wurden aber die Corona-Regeln komplett missachtet, es waren unfassbare Szenen. Jetzt steht in Hamburg am 1. März das Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV an.

MOIN.DE wollte wissen, wie sich Polizei und Vereine auf diesen Hit in Hamburg vorbereiten. Schließlich sollen zwischen dem FC St. Pauli und Hamburger SV solche Szenen, wie sie in Dortmund zu sehen waren, nicht auch noch in der Hansestadt zu sehen sein.

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Hamburg: Borussia Dortmund muss nach Feier mit Fans blechen

Die spontanen Feierszenen am Vereinsgelände von Borussia Dortmund nach dem Derbysieg hatten für die Schwarz-Gelben das erwartete Nachspiel. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) verhängte am Montag eine Geldstrafe von 75.000 Euro wegen eines Verstoßes „gegen das medizinisch-hygienische Konzept der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“.

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Der Bundesligist teilte mit, dass er die Strafe nicht akzeptiere. „Borussia Dortmund hatte sich bereits am Sonntagmorgen für das Verhalten einiger im Bus sitzender Spieler und vor dem Trainingsgelände feiernder Fans in aller Form entschuldigt“, schrieb der Verein in einer Mitteilung.

In den Aufnahmen sei „klar erkennbar“ gewesen, dass die Dortmunder am Samstagabend in dem Mannschaftsbus ohne Abstand und ohne Masken den Derbysieg gefeiert und zahlreiche Fans die Mannschaft bei der Rückkehr bejubelt hätten, erklärte die DFL.

Hamburg: Wie bereitet sich die Hansestadt auf das Stadtderby vor?

Weiterhin begründete die DFL: „Es steht außer Frage, dass es sich beim Revierderby um ein besonderes Spiel handelt. Dennoch trägt der Klub die Verantwortung dafür, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren und zu überwachen. Die Durchführung von allen Spielen muss unter Berücksichtigung und Einhaltung des aktuell gültigen medizinisch-hygienischen Konzepts erfolgen, auch die An- und Abreise.“

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Das Konzept bildet die Grundlage für den derzeitigen Spielbetrieb in der Bundesliga und 2. Bundesliga inmitten der Corona-Pandemie und ist im Ligastatut verankert – so also auch für das Stadtderby am Montag, den 1. März 2021 um 20:30 Uhr zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV.

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Hamburgs Polizeisprecher Daniel Ritterskamp macht sich allerdings keine Sorgen, dass solche Szenen in der Hansestadt zu sehen sein werden, wie er im Gespräch mit MOIN.DE erklärte: „Es ist festzustellen, dass die Anhänger beider Mannschaften in der Pandemie bisher vorbildlich verhalten haben.“

Hamburg: „Gehen davon aus, dass die Konzepte eingehalten werden“

Bis auf einige wenige Zwischenfälle, sei es immer sehr friedlich geblieben. „Die Umsetzung und die Einhaltung der Hygienevorschriften liegen natürlich in der Verantwortung der Vereine. Wir gehen davon aus, dass diese Konzepte auch weiterhin eingehalten werden“, betonte Ritterskamp gegenüber MOIN.DE und fügte hinzu:

„Grundsätzlich gehen wir von einem friedlichen Verlauf des Derbys aus. Aber nichtsdestotrotz werden Polizisten im Umfeld des Stadions und möglicher Szene-Treffpunkte im Einsatz sein. Das wird natürlich überwacht.“

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Sollte es zu einem Derbysieg kommen, und es Fans geben, die sich nicht an die Corona-Maßnahmen halten, würden Polizeikräfte einschreiten. Dennoch:„Ein Szenario, wie in Dortmund erwarte ich jetzt erstmal nicht. Möchte ich aber auch nicht irgendwie ausmalen. Wir gehen davon aus, dass alles friedlich ablaufen wird“, so der Polizeisprecher.

Hamburg: „Bedarf keiner besonderen Regelung“

Auch beim HSV erwartet man keine besonderen Vorkommnisse. „Es ist wie bei jedem anderen Spiel auch. Ob mit oder ohne Corona gibt es vor jedem Spiel interne Sicherheitsbesprechungen“, sagte HSV-Sprecher Philipp Langer gegenüber MOIN.DE und fügte hinzu:

„Wir sind in einem sehr engen Kontakt mit unserer Fanszene und man muss auch mal hervorheben, dass nicht nur die HSV-Fans sondern generell der größte Teil der Fußballfans sich während der Pandemie aktuell gut verhalten. Insofern bedarf es keiner besonderen Regelungen“.

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Anstoß am 1. März 2021 im Millerntor-Stadion ist um 20:30 Uhr. Da die Konkurrenz gepunktet hat, belegt der HSV mit einem Spiel weniger aktuell den vierten Platz und könnte mit einem Derbysieg wieder auf die Tabellenspitze zurückkehren.

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Doch so einfach wird das vermutlich nicht, denn der FC St. Pauli ist in Topform und gewann die letzten vier Spiele in Folge. Neben einem tollen Spiel hofft man in Hamburg auch darauf, dass es nach dem Derby friedlich bleibt.