Hamburg: Erschreckende Wahrheit über das Wetter in der Stadt – „Alltag mehr und mehr berührt“

Der Hamburger Hafen im Nebel.
Der Hamburger Hafen im Nebel.
Foto: imago images / Markus Tischler

Während die meisten Menschen und Touristen von Hamburg schwärmen, klingt es beim Hamburger Wetter meist anders. Die Hansestadt ist kalt, nass und grau – das glauben zumindest viele Menschen. Diese Annahme stimmt jedoch nicht so ganz.

Tatsächlich ist es im Norden teilweise vielfach sonniger als im Süden: In der Gemeinde Sankt Peter Ording und auf Rügen schien die Sonne Mitte vergangenen Jahres rund 300 Stunden. Das ist doppelt so lang, wie beispielsweise in den Alpen in Bayern. Und das merkt man auch in Hamburg.

Hamburg: Wetter in der Hansestadt wird wärmer

Wie aus einer durch die Umweltbehörde durchgeführte Auswertung der Messdaten vom Deutschen Wetterdienst hervorgeht, ist das Jahr 2020 seit der Wetteraufzeichnung 1936 das bislang wärmste Jahr in der Geschichte der Hansestadt!

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Mit einer Durchschnittstemperatur von 10,81 Grad Celsius war 2020 knapp wärmer als das alte Rekordjahr 2014. Die Jahresdurchschnittstemperatur in Hamburg hat sich im Vergleich zur Referenzperiode 1961-1990 um 1,08 Grad Celsius erhöht. Und das macht sich an allen Fronten bemerkbar!

Diese Zahlen aus Hamburg sind erschreckend

Es gibt weniger Eis- und Frosttage und mehr Sommer- und Hitzetage. Besonders extrem war die Hitzewelle im August 2020, die mit einer Länge von 17 Tagen als bislang längste Hitzewelle in die Geschichte eingegangen war.

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Brisant ist auch die Tatsache, dass wir aktuell die längste Zeit ohne Eistage erleben. Das letzte Mal war die Temperatur in Hamburg am 25. Januar 2019 einen ganzen Tag unter dem Gefrierpunkt geblieben. Seitdem sind bereits 710 Tage vergangen. Der alte Rekord lag bei 421 Tagen.

„Es ist deutlich, dass der Klimawandel unseren Alltag mehr und mehr berührt“, sagt Umweltsenator Jens Kerstan angesichts dieser erschreckenden Zahlen.

Klimaschutz und Klimafolgen in Hamburg

Der Grünen-Politiker führt aus: „Vor diesem Hintergrund müssen wir unsere Anstrengungen deutlich verstärken: Wir müssen nicht nur dafür sorgen, dass wir mit ambitioniertem Klimaschutz die Klimafolgen abmildern, sondern auch anfangen uns an die Klimafolgen anzupassen.“

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Das sehen auch viele andere Menschen so. Auf Twitter heißt es zum Beispiel von Fridays for Future Hamburg: „Zeit zu handeln!“ Ein anderer Nutzer kommentiert: „Jetzt sollte es auch der/die Letzte sehen“ – und schlägt sogar konkrete Maßnahmen vor.

„Wie wäre es damit vor Ort anzufangen, gegen den Klimawandel zu kämpfen? Think global – act local. 1. Bäume pflanzen in Hamburg, statt sie abzuholzen. 2. Wälder nicht verfeuern. Förderung für Holzverbrennung runterfahren.“

Noch etwas hat sich in Hamburg verändert

Auch beim Regen sind inzwischen deutliche Veränderungen sichtbar. Nach den bereits trockenen Jahren 2018 und 2019 ist auch 2020, über das gesamte Jahr gerechnet, zu trocken gewesen.

Besonders brisant war es im Frühling, als nicht mal die Hälfte der normalen Regenmenge runtergekommen war. Auch der Sommer und Herbst waren trockener, während im Winter sogar über 60 Prozent mehr Regen als normal fiel.

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Und damit kann auch ein weiteres Klischee widerlegt werden: Im Juni letzten Jahres zählte der Deutsche Wetterdienst (DWD) sowohl für Hamburg als auch für München durchschnittlich 133 Regentage pro Jahr.

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Dabei regnete es in der bayerischen Hauptstadt mit rund 970 Litern pro Jahr und Quadratmetern sogar deutlich mehr als in Hamburg. Mehr dazu kannst du >> hier nachlesen. (mk)