„DAS!“: Frau erkrankte an Corona – jetzt kann sie nicht mehr tun, was sie früher am liebsten gemacht hat

Barbara Schnyder leidet unter den Corona-Langzeitfolgen
Barbara Schnyder leidet unter den Corona-Langzeitfolgen
Foto: NDR Screenshot

Im März 2020 erhielt Barbara Schnyder ihr positives Testergebnis. Die Künstlerin aus Niedersachsen infizierte sich damals mit dem Coronavirus. Nachdem sie die Krankheit überstanden hatte, blieben Langzeitfolgen, wie das NDR-Magazin „DAS!“ in einem Beitrag berichtet.

Schnyder entwickelte ein auffälliges Symptom: Die rechte Hand und die Finger lassen sich seither nicht mehr strecken, heißt es bei „DAS!“. Für die Frau, die an einer Muskelerkrankung leidet und seit zehn Jahren einen Rollstuhl benötigt, eine schreckliche Diagnose.

„DAS!“: Frau verliert ihr liebstes Hobby

Denn durch die neue Einschränkung kann sie ihrem gebliebten Hobby, dem Klavierspielen, nicht mehr so nachgehen wie früher: „Dadurch, dass ich jetzt eine Fallhand habe und die Hand nicht mehr heben kann, ist nicht nur das einzelne Spielen der Tasten schwierig, sondern auch die Sprünge“, erzählt sie dem Magazin.

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„Es ist halt mein größtes Hobby gewesen, womit ich jeden Tag verbunden war und mich auch selbst ausdrücken konnte. Aufgrund meiner Grunderkrankung musste ich ja vieles aufgeben, so auch den Sport und andere Instrumente. Aber das Klavierspielen das ist geblieben. Da konnte ich mich immer drauf verlassen. Dass das jetzt so als letzter Halt auch nicht mehr so geht wie gewohnt, hat mich schon sehr traurig gemacht.“

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Mehr zu „DAS!“:

  • Seit dem 2. Januar 1991 ist die Talksendung im NDR zu sehen.
  • Die Moderatoren Bettina Tietjen, Inka Schneider und Hinnerk Baumgarten führen abwechselnd durch das Programm.
  • Bekannt ist die Sendung auch unter dem Namen „Das Rote Sofa“, auf dem die Gäste Platz nehmen.
  • 2012 sorgte eine „DAS!“-Sendung für Aufsehen, bei der Jenny Elvers-Elbertzhagen offenbar unter Alkoholeinfluss stand.
  • Die Sendung wird täglich von 18:45 Uhr bis 19:30 Uhr ausgestrahlt.

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Ihr Freund recherchierte daraufhin im Internet und stieß auf die Open Health Hackademy. Eine Initiative, die Menschen mit Behinderung und sogenannte „Maker“ zusammenbringt. Gemeinsam tüfteln sie an Lösungen und Erfindungen, die als Hilfsmittel im Alltag fungieren und so mehr Freiheit ermöglichen sollen.

„DAS!“: Handschuh soll Teilhabe ermöglichen

Auch Barbara Schnyder nimmt digital an der Hackademy teil. Zusammen mit einem Ingenieursteam entwickelt sie in nur sieben Wochen einen Prototypen für eine Handprothese, die ihr künftig mehr Bewegungsfreiheit bringen soll. Zwar gibt es noch anfängliche Probleme mit der Passform, doch das Modell ist vielversprechend. So könnte Barbara Schnyder künftig sogar wieder am Computer schreiben.

Wichtig ist ihr, dass Menschen mit Behinderungen mehr Teilhabe ermöglicht wird. „Jeder hat sein eigenes Hobby, sein eigenes Thema, seinen eigenen Arbeitsplatz, wo man merkt, wenn ein gewisser Grad an Behinderung erreicht ist – wie zum Beispiel ein Rollstuhl – dann geht's nicht mehr weiter. Dann kann man keine Teilhabe mehr am Leben haben, wie man es gewohnt war. Da ist dann für viele der Schritt zu sagen: ‚Ich höre auf, ich gebe mein Hobby auf‘, weil sie keine Alternative finden“, so Schnyder.

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Für sie selbst kommt das jedoch nicht in Frage. Mithilfe des Hackademy-Teams will sie den Handschuh weiter entwickeln, sodass bald schon das erste Klavierkonzert stattfinden kann. (mik)