Deutsche Post in Hamburg: Hier kracht es gewaltig! Jetzt reagiert das Unternehmen

Unter Hamburgs Post-Zustellern herrscht Frust – das Unternehmen reagiert (Symbolbild)
Unter Hamburgs Post-Zustellern herrscht Frust – das Unternehmen reagiert (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Gottfried Czepluch

Die Zusteller der Deutschen Post in Hamburg arbeiten am Limit. Zuletzt haben sich Mitarbeiter aus dem Süden Hamburgs in einem Brandbrief bei ihrem Arbeitgeber beschwert. Jetzt folgen weitere.

Der Krankenstand im Süden von Hamburg ist demnach seit Monaten auf Rekordniveau. Nach dem Brandbrief meldete sich eine betroffene Zustellerin bei MOIN.DE und teilte mit, im Norden Hamburgs sehe es nicht anders aus. Die Deutsche Post kündigte Gespräche und Maßnahmen an – nun gibt es ein neues Statement.

Hamburg: Die deutsche Post reagiert erneut auf Vorwürfe

Zustellrouten werden laufend neu verteilt, neue Mitarbeiter kapitulieren schnell vor der hohen Arbeitsbelastung. Wer seinen Soll nicht mehr erfüllen kann, fällt aus. Die Belastung ist so hoch, das viele Zusteller ihre Gesundheit in Gefahr sehen. Soweit die Vorwürfe der Hamburger Post-Mitarbeiter.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Zuletzt äußerste sich die Pressestelle der Deutsche Post DHL Group gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“. Laut dem Statement seien alle Zusteller „durch eine Betriebsvereinbarung zur Arbeitszeit in der Zustellung geschützt“.

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Die Mehrarbeit von bis zu dreinhalb Stunden täglich könne laut der Deutschen Post jedoch ausgeglichen werden, klärende Gespräche wurden angekündigt (MOIN.DE berichtete).

Diese haben nun stattgefunden, das Ergebnis soll die Wogen glätten: Stephan Laetsch, der Pressesprecher der Deutsche Post DHL Group teilte mit, dass „diverse Maßnahmen“ bereits umgesetzt worden seien und sich „die betriebliche Situation schon stabilisiert hat“.

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Das ist die Deutsche Post DHL Group:

  • Post- und Paketdienstleister sowie Anbieter internationaler Express-, Speditions-, E-Commerce- und Supply-Chain-Management-Leistungen
  • Von 1998 bis 2002 schrittweiser Erwerb von DHL durch Deutsche Post AG
  • Konzern mit rund 550.000 Mitarbeiter in 220 Ländern
  • 66,8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2020

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Einige Pakete könnten in die hauseigene Paketzustellung verlagert werden. „Zudem erhalten die Kolleginnen und Kollegen täglich Unterstützung von Abrufkräften aus anderen Zustellstützpunkten. Wir werden hier auch über Neueinstellungen weiter nachsteuern“, so Laetsch.

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Eine erste Lanze scheint also gebrochen, die Mitarbeiter können aufatmen. Doch ob die Maßnahmen auch über die Weihnachtszeit ausreichen, muss sich erst noch zeigen. (wip)