Hamburg: Wahlalter absenken? Jungpolitikerin hat dazu eine klare Meinung

Hamburg: Anna Peters, Sprecherin der Grünen Jugend
Hamburg: Anna Peters, Sprecherin der Grünen Jugend
Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Dass junge Menschen ganz anders gewählt haben, als die Älteren, ist Tatsache. Nun haben Nachwuchspolitiker in Hamburg über eine Absenkung des Wahlalters gesprochen.

Bei der „stern-DISKUTHEK“, die im KörberForum in Hamburg aufgezeichnet wurde, haben die Nachwuchspolitiker der großen Parteien darüber gesprochen und Wahlalter 16, bzw. sogar Wahlalter 14 gefordert.

Hamburg: Grünen-Politikerin befürwortet Wahl ab 14

Geladen waren an dem Abend Rasha Nasr (SPD), Justus Schmidt (CDU), Anna Peters (Grüne), Nemir Ali (FDP) und Rebekka Grotjohann (Linke).

Anna Peters, Sprecherin der Grünen Jugend, sprach sich für eine Wahl im Jugendalter aus. Sie argumentierte, „dass Menschen über 60, die einfach ein bisschen kürzer leben als Menschen, die gerade 14 sind, uns unsere Zukunft verbauen.“ Durch das bestehende Wahlrecht ab 18 Jahren werde jungen Menschen die politische Mitbestimmung in unserem Land verwehrt.

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Die SPD-Politikerin Rash Nasr, die gerade frisch in den Bundestag eingezogen ist, stimmte zu. Wenn etwa 16-Jährige ihre Ausbildung beginnen, Geld verdienen und Steuern zahlen würden, „dann muss ich doch auch das Recht haben, über die politischen Geschicke dieses Landes mitzuentscheiden.“

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Hamburg: Junge Union widerspricht

Widerspruch kam hingegen vom Vorstand der Jungen Union Schleswig-Holstein, Justus Schmidt. Erstwähler würden tendenziell seltener zur Wahl gehen, führte er auf. Die Frage sei, „ob wir dieses Recht verleihen, wenn grundsätzlich gar nicht die Motivation dazu da ist, das Land mitzugestalten.“

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„Ist es ein Grund, jemandem sein Recht zu verwehren, nur weil ein anderer, der dieses Recht auch in Anspruch nehmen könnte, davon nicht Gebrauch macht?“, erwiderte daraufhin der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Liberalen, Nemir Ali. Er sprach sich für eine Wahl ab 16 Jahren aus.

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Die Linken-Politikerin Rebekka Grotjohann will darüber hinaus mehr junge Menschen in der Politik aktivieren. „Wir müssen auch darüber reden, dass junge Menschen in Parteien viel mehr eine Machtchance kriegen.“

Die gesamte Diskussion kannst du >>> hier verfolgen. (ots/mik)