Hamburg: Zwei junge Männer für schreckliche Tat vor Gericht – schon nach wenigen Minuten ist das Urteil gefällt

In Hamburg standen zwei junge Männer bereits zum zweiten Mal vor dem Richter (Symbolbild).
In Hamburg standen zwei junge Männer bereits zum zweiten Mal vor dem Richter (Symbolbild).
Foto: imago images/Jan Huebner

Einmal sind sie in Hamburg bereits verurteilt worden, heute stehen sie erneut vor Gericht: Sinaj I. und Ademaj N. müssen sich erneut für eine schreckliche Tat verantworten, die sie im vergangenen Jahr begangen haben sollen.

Bei einem Einbruch in Hamburg-Barmbek sind die Männer von dem Bewohner überrascht worden. Daraufhin sollen sie brutal auf ihn losgegangen sein.

Hamburg: Einbrecher gehen auf Bewohner los

Einer der Einbrecher soll das Opfer, vermutlich mit einer Taschenlampe, auf den Kopf geschlagen und anschließend zu Boden gedrückt haben. Er soll ihm den Mund zugehalten und eine Goldkette vom Hals gerissen haben.

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Der Bewohner der Wohnung erlitt zwei Kopfwunden und einen schweren Oberarm- und Schulterbruch. Dem Opfer musste sogar eine Prothese eingesetzt werden. Gerade einmal 19 und 20 Jahre alt waren die Angeklagten zum Tatzeitpunkt.

Doch damit nicht genug: Ademaj soll sich für eine weitere, grausame Attacke verantwortlich sein. Ebenfalls im vergangenen Jahr soll er mit einem anderen Komplizen einen Mann in auf einem Parkgelände angegriffen haben.

Kurzer Prozess in Hamburg

Ademaj soll das Opfer mit einem Gürtel geprügelt haben, während sein Begleiter ihm mit einem Messer Schnittwunden am Bauch und einen tiefen Stich in den Rücken zugefügt haben soll. Im ersten Prozess gestand A. diese Tat, wie der Richter noch einmal erzählt.

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Beide Angeklagten sind damals zu einer Jugend-Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Danach legten sie Berufung ein, sodass der ganze Prozess noch einmal aufgerollt werden sollte. Doch schon nach wenigen Minuten ist das Urteil gefällt.

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Gleich zu Beginn gibt es Probleme im Gerichtssaal. Den aus Albanien stammenden Männern ist eine Dolmetscherin an die Seite gestellt worden. Damit sie diese deutlich verstehen, soll die Frau in ein Mikrofon sprechen. Das soll für die Angeklagten mittels Kopfhörer übertragen werden.

Startschwierigkeiten im Landgericht Hamburg

Doch bei Ademaj scheint das nicht zu funktionieren. Der 20-Jährige, der bis dahin ruhig und teilnahmslos auf den Tisch vor sich geblickt hat, schüttelt mehrfach den Kopf, als die Technik getestet wird.

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Eine Justizwachtmeisterin kommt zur Hilfe, dreht am Lautstärkeregler, bringt ein zweites Paar Kopfhörer – bei dem jungen Mann kommt trotzdem nichts an. Kurz darauf scheint das Problem gelöst. Der Richter beginnt den Prozess und wendet sich direkt an Ademaj.

Hamburg: „Nicht glaubhaft“

Es erwähnt noch einmal den Angriff mit Gürtel und Messer. Vor Gericht habe der junge Mann zwar ein Geständnis abgelegt, jedoch beteuert, die Waffe seines Komplizen nicht gesehen zu haben. „Nach meiner Einschätzung ist das nicht glaubhaft“, stellt der Richter klar.

Ähnlich schätzt er die neue Verhandlung ein. Die Beiden haben „kaum Aussicht auf Berufung“. Daraufhin beraten sie die Angeklagten mit ihren Verteidigern. Kaum wieder im Saal, hat Ademaj schon wieder mit der Technik zu kämpfen.

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Kurzerhand setzt er sich dann auf einen anderen Platz. Nun kann er die Dolmetscherin verstehen, dafür hört Sinaj aber nichts mehr. Eine absurde, fast schon komische Situation, in der selbst der Richter sich ein Lachen nicht verkneifen kann.

Doch schlussendlich werden Mikrofone und Kopfhörer kaum gebraucht. Denn der Richter verkündet bereits das Urteil: Beide Männer verzichten auf die Berufung. Sie wollen ohnehin nach Albanien zurückkehren und nun eine Abschiebung erwirken.