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Hamburg Flughafen: Lufthansa-Angestellte kämpfen mit irrer Aktion um ihre Jobs – doch die Bosse reagieren knallhart

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Die Basis der Lufthansa Technik am Flughafen in Hamburg. Foto: imago images/Waldmüller

Hamburg. 

Die Lufthansa kann sich glücklich schätzen. Als Prunkstück der deutschen Wirtschaft angesehen, wird sie womöglich mit vielen Milliarden Euro vom Staat unterstützt. Auch am Flughafen in Hamburg ist die größte deutsche Fluglinie stark vertreten.

Und dort regt sich Widerstand. Auf der Lufthansa Basis am Flughafen in Hamburg wurde gegen drohende Entlassungen und Lohnkürzungen protestiert. Denn die wird es trotz möglicher Rettung geben. Mindestens 10.000 Menschen wird die Lufthansa an vielen Standorten entlassen. Vermutlich werden es sogar noch mehr.

Flughafen Hamburg: Protest an verlassenem Gebäude

Am Mittwoch brachten Unbekannte auf dem Gebäude 125 der Lufthansa Basis in den Fenstern Buchstaben an. „Keine Entlassungen“ stand dort unter anderem geschrieben.

Man wolle Tarifverträge verteidigen, hieß es weiter. MOIN.DE fragte bei der Lufthansa nach: „Tatsächlich wurden Fenster eines zum Abriss vorgesehenen und daher gesperrten Gebäudes mit Buchstaben und Text beklebt“, sagte Sprecher Jens Krüger.

Da der Absender aber „völlig unklar war, wurde die anonyme Botschaft in dem gesperrten Gebäude entfernt.“

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Bis zu 80 Prozent Arbeit weggefallen

Inwiefern der Standort Hamburg von Entlassungen und Kürzungen betroffen ist, konnte der Konzern auf Anfrage noch nicht mitteilen. An den Maßnahmen zur Rettung und Sanierung des Unternehmens werde intensiv gearbeitet.

Dazu Krüger: „Lufthansa Technik steckt – wie praktisch die gesamte Luftfahrtbranche auf der Welt, mitten in einer tiefen, die Existenz des Unternehmens bedrohenden Krise.

Bei der Lufthansa Technik in Hamburg seien je nach Bereich bis zu 80 Prozent Arbeit weggefallen. Wann sich die Situation signifikant bessere, sei laut Jens Krüger nicht abzusehen. „Das ist eine Frage von Jahren, nicht von Wochen oder wenigen Monaten.“

Fast alle Mitarbeiter in Kurzarbeit

Aktuell seien fast alle Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die Lufthansa stockt das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent des Nettoentgeltes auf.

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Schon im März musste man sich von allen Leiharbeitern trennen. (rg)