Hamburg: Heftige Corona-Debatte! UKE-Arzt mit deutlicher Warnung

Foto: IMAGO / Hanno Bode

Ein Leben wie vor Corona ist für Geimpfte und Genesene in einigen Lebensbereichen in Hamburg aufgrund der 2G-Regel bereits möglich.

Doch vom Alltag vor Pandemie-Zeiten ist die Hansestadt weiterhin entfernt. Noch immer gehen die Infektionen in Hamburg nicht wirklich zurück.

Hamburg: Eine Debatte spitzt sich zu

In Großbritannien haben die Menschen im Juli 2021 bereits den sogenannten „Freedom Day“ und somit die Aufhebung jeglicher Corona-Regeln gefeiert. Einem Tag, an dem alle Corona-Schutzmaßnahmen, wie etwa die Maskenpflicht, endgültig fallen.

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In Deutschland und in Hamburg spekulieren die Menschen seit einigen Wochen ebenfalls auf einen „Freedom Day“. Experten warnen allerdings davor, nicht auf Maßnahmen wie die Maskenpflicht zu verzichten, weil die Infektionszahlen immer noch steigen.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Der Chef der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Prof. Stefan Kluge, hält die Entwicklung für gefährlich: „Die steigenden Zahlen bei den Neuinfektionen werden sich in zehn, 14 Tagen in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen widerspiegeln.

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Wenn sich nur 20-Jährige infizieren würden, sollten wir dies auf den Intensivstationen kaum merken. Jüngere haben zumeist milde Verläufe. Aber das ist nicht das Problem: Ältere infizieren sich bei ihren Kindern, Schwangere bei ihren Männern. Die Infektionen lassen sich nicht auf Jüngere begrenzen,“ zitiert das „Hamburger Abendblatt“ den Mediziner.

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KV), Andreas Gassen hingegen spricht sich für den „Freedom Day“ aus.

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Hamburg: Noch kein „Freedom Day“ in Sicht

„Man braucht für einen „Freedom Day“ eine Vorlaufzeit von sechs bis sieben Wochen, damit sich mehr Menschen impfen lassen können und das angesichts der Lockerungen der Maßnahmen auch tun würden“, sagte Andreas Gassen in der Abendschau des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb).

Stefan Kluge kritisierte die heiße Debatte über den „Freedom Day“ und die Aussagen einiger seiner Kollegen: „Wenn die Diskussion um den sogenannten ,Freedom Day’ nicht aufhört, werden wir noch einen deutlichen Anstieg der Zahlen sehen. Es ist irritierend, wenn bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt, sie könnten jetzt auf alle Maßnahmen wie etwa das Maskentragen in Innenräumen verzichten.“

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Viele Hamburger wünschen sich zwar ein Leben so wie vor Corona, doch vermutlich müssen sie noch eine Weile darauf warten. Bis dahin müssen die Bürger in Hamburg die Masken weiterhin tragen und an den weiteren Corona-Maßnahmen festhalten.

Den vollständigen Artikel kannst du im „Hamburger Abendblatt“ lesen.(mae)