Hamburg: Fridays for Future kritisiert CDU scharf – „Das ist schlichtweg peinlich“

Fridays For Future wird in Hamburg am Freitag wieder auf die Straße gehen.
Fridays For Future wird in Hamburg am Freitag wieder auf die Straße gehen.
Foto: picture alliance/dpa

Das Comeback von Fridays for Future Hamburg auf der Straße geht weiter. Auch diesen Freitag protestiert die Bewegung in der Innenstadt, weiterhin unter dem Motto „Wieder zusammen fürs Klima“.

Im Mittelpunkt steht dabei die Forderung nach einer Überarbeitung des bundesweiten Klimaschutzgesetzes, das nach wissenschaftlicher Einschätzung dringend eine Klimaneutralität bis 2035 enthalten muss – diese bisher aber erst für 2045 vorsieht. Fridays for Future Hamburg kritisiert dabei auch das Wahlprogramm der CDU.

Hamburg: Fridays For Future mit Kritik an CDU

„Diesen Freitag heißt es wieder streiken, demonstrieren und laut sein. Denn die großen deutschen Parteien haben alle noch immer keinen Plan vorgelegt, wie die 1,5-Grad-Grenze eingehalten werden soll. Dies hat zuletzt erneut das neue CDU-Wahlprogramm offenbart“, sagt Annika Rittmann, Sprecherin von Fridays for Future Hamburg.

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Insbesondere der „viel zu späte“ Kohleausstieg sowie kein nachvollziehbares Konzept zum CO2-Preis würden zeigen, „dass diese Partei nicht bereit ist Deutschland zu regieren.“ Besonders ein Punkt wird dabei kritisiert.

„Abgerundet wird dieses Bild von der konkretesten Maßnahme der Union: 'Flugtaxis'. Das ist schlichtweg peinlich“, so Rittmann. Deswegen gehe man trotz Sommerferien auf die Straße und wolle zeigen: „Wir nehmen diese unzureichenden Maßnahmen nicht so einfach hin.“

Fridays For Future Hamburg geht auf die Straße

Gestartet wird unter den üblichen Corona-Sicherheitsvorkehrungen um 14 Uhr auf der Glacischaussee/Ecke U St. Pauli, ehe der Demonstrationszug durch die Hamburger City ziehen und auf dem Fridays-For-Future-Schriftzug in der Mönckebergstraße enden wird.

Die nächsten 15 Wochen bis zur Bundestagswahl wird Fridays For Future wieder jeden Freitag demonstrieren und so vor dem Wahldatum am 26. September noch einmal den Druck erhöhen.

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Ziel sei es dabei, das Thema Klimaschutz in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken und die Wahl zur Klimawahl zu machen. „Die zuletzt von der Bundesregierung vorgenommenen Nachbesserungen am Klimaschutzgesetz sind nicht ausreichend und weiterhin krass ambitionslos“, betont auch Maia Stimming von Fridays For Future Hamburg.

Forderung an den Senat in Hamburg

Stimming weiter: „Klimaneutralität 2045 ist zehn Jahre zu spät, nicht umsonst fordert die Wissenschaft seit langer Zeit Nettonull bis 2035.“ Deshalb fordere man den Bund und den Hamburger Senat auf nachzubessern und strengere Pläne aufzustellen.

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„So wie jetzt halten wir nicht die 1,5 Grad-Grenze ein und gefährden die Zukunft der jungen Generation“, so Stimming abschließend. Die Demonstration in Hamburg soll von 14 bis 15.30 Uhr gehen. (mk)