Hamburg: Hilferuf aus der Stadt! Dieses Wahrzeichen ist bald nicht mehr zu retten

Schnee im Norden: Verkehrschaos und Sturmflutgefahr

Schnee im Norden: Verkehrschaos und Sturmflutgefahr

Tief "Tristan" hält den Norden in Atem. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen sorgt der Wintereinbruch für Verkehrschaos. An der See herrscht Sturmflutgefahr.

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In Hamburg gibt es viele geschichtsträchtige Orte und Gebäude, an denen die Herzen der Bürger und Besucher hängen. Ein beliebtes Bauwerk ist nun in Gefahr und könnte schon bald verschwinden – obwohl es unter Denkmalschutz steht, .

Die Elbphilharmonie, der Michel oder die Speicherstadt sind über die Grenzen von Hamburg hinaus bekannt. Ein Wahrzeichen, das die Bürger schätzen und lieben, verfällt zusehends. Doch die Eigentümer fühlen sich scheinbar nicht verantwortlich.

Hamburg: Rettet den Turm!

Um Hilfe ruft das Stadtteilarchiv Ottensen. Zahlreiche Menschen im Viertel fürchten um den Altonaer Wasserturm, der sehr vielen Bahnfahrern in dem Stadtteil bestens bekannt ist.

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Vor den Augen der Anwohner verfällt der Beton-Riese zusehends. Herausgeschlagene Fenster beschleunigen die Zerstörung der Inneneinrichtung, Farbe bröckelt ab. der Beton ist offensichtlich beschädigt.

Als Bahnwasserturm in den 1950er-Jahren errichtet, dient das Gebäude heute als Orientierungspunkt. Zudem schaffe er laut dem Stadtteilarchiv Ottensen eine Quartiertsidentität, es gelte gar als eines der „wichtigsten historischen Bauwerke mit stadtbildprägendem Charakter in Altona.“

Auf Facebook wollen die Mitglieder möglichst viele Menschen darauf aufmerksam machen, welches Schicksal das Industriedenkmal in Altona ereilen könnte.

Hamburg: Verein vermutet Kalkül

Geplant sei, die Hansestadt Hamburg zum Eigentümer zu machen. Aktuell liegt die Besitzurkunde noch bei der Deutschen Bahn – doch die bleibt untätig.

Sogenannte „Bestandssichernde Maßnahmen“, also Schritte, die den Turm erhalten sollen, wurden bis jetzt nicht getroffen. Dieses Schicksal traf in Hamburg schon andere Industriebauten, die so sehr verfielen, dass sie schließlich abgerissen werden mussten.

Das Stadtteilarchiv aus dem Westen Hamburgs fürchtet nun, die Deutsche Bahn könne wohlkalkuliert das Ziel verfolgen, den Wasserturm dem gleichen Ende zu überlassen.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Hamburg: Schäden schon weit fortgeschritten

Bereits im kommenden Winter könnten die Schäden durch Witterungsbedingungen so massiv sein, das eine Reparatur nicht mehr möglich sei.

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Bis jetzt überlebte der Bahnwasserturm vor allem durch eine breit angelegte Marketingkampagne. Um Bewohner in das Quartier rund um die Bahntrassen zu locken und den Verkauf sowie die Vermietung von Wohnung anzutreiben, wurde der Turm mit seiner markanten Silhouette als identitätsstiftendes Bauwerk herangezogen.

In den Augen der Investoren habe der Turm nun seine Aufgabe erfüllt – doch als Industriedenkmal dürfe er nicht verloren gehen, so das Stadtteilarchiv.

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Zusammen mit dem Denkmalverein Hamburg e. V formuliert der Verein nun eine klare Forderung: Die Verantwortlichen müssten jetzt handeln, um Schlimmeres zu verhindern – und „sollte Kalkül hinter der herrschenden Untätigkeit stehen, ist es jetzt höchste Zeit, dass die Öffentlichkeit sich stark macht für den Erhalt des Turmes.“

Auf Facebook kündigt das Stadtteilarchiv Ottensen an, weitere Informationen nachzuliefern. Kampflos werden die Altoaner sich von ihrem Turm also nicht trennen – bleibt zu hoffen, das sich auch in Zukunft noch viele Menschen daran erfreuen können. (wip)