Hamburg: Mann entdeckt Karton an der Straße und schaut hinein – wer tut so etwas Schlimmes?

Ein Fußgänger machte einen traurigen Fund in Hamburg-Bergedorf (Symbolbild).
Ein Fußgänger machte einen traurigen Fund in Hamburg-Bergedorf (Symbolbild).
Foto: picture alliance / Andreas Arnold

Einen traurigen Fund hat ein Fußgänger vor Kurzem in Hamburg-Bergedorf gemacht. Nun wird der Mensch gesucht, der das auf dem Gewissen hat.

Wer so etwas tut, ist nicht nur herzlos, sondern muss in Hamburg (zurecht) mit Geldbußen bis zu 25.000 Euro rechnen.

Hamburg: Hundwelpen auf der Straße gefunden

Als ein Mann mit seinem Hund im Speckenweg unterwegs war, traute er seinen Augen kaum. Vier Jack-Russell-Terrier-Mischlingswelpen wurden in einem Karton auf der Straße ausgesetzt, in der Box befand sich zudem noch eine blaue Decke.

Die Tiere waren verfloht, ansonsten aber glücklicherweise in einem guten Zustand.

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Der Mann hat sie am Folgetag in die Obhut des Hamburger Tierschutzvereines (HTV) ins Tierheim Süderstraße gebracht. Dort wurden sie bereits behandelt. Nun werden die Vierbeiner in der Welpenstation betreut.

Die Hunde werden auf ein Alter von etwa acht Wochen geschätzt, sie haben alle schwarz-weißes Fell mit unterschiedlich stark ausgeprägten Abzeichen, wie der „Hamburger Tierschutzverein“ auf seiner Homepage mitteilt.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Hamburg: Belohnung für Zeugen

„Inwieweit es sich bei den ausgesetzten Welpen um Opfer des illegalen Welpenhandels handelt, können wir nicht sagen. Möglich ist auch, dass die Tiere als ungewollter Nachwuchs entsorgt wurden“, sagte HTV-Tierärztin Urte Inkmann.

„Der massive Flohbefall deutet auf Vernachlässigung hin und die Aussetzung bestätigt ein skrupelloses Vorgehen gegenüber den Tieren. Die Welpen hätten sich bei sinkenden Temperaturen in der Nacht verkühlen können, was sich schnell zu einer lebensgefährlichen Situation entwickelt“, so die Expertin.

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Die Tierschützer wollen nun den Täter finden. Wer Hunde aussetzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit – und muss mit Geldbußen bis zu 25.000 Euro rechnen.

Wer am Sonntag, den 10. Oktober, vor 19.30 Uhr im genannten Tatort oder in der Nähe auffällige Personen oder Handlungen beobachtet hat, kann sich beim HTV telefonisch unter der 040/211106-25 melden. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, hat der HTV eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.

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Daten und Fakten zum Hamburger Tierschutzverein:

  • Vollständiger Name: Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. (HTV)
  • Sitz in der Süderstraße 399 im Hamburger Stadtteil Hamm
  • Zentrale Aufgabe ist der Betrieb des dortigen Tierheims
  • Der Verein hat über 5.000 Mitglieder und rund 90 Mitarbeiter im Tierheim
  • Jährlich werden bis zu 10.000 Tiere aufgenommen
  • Die jährlichen Kosten für das Tierheim belaufen sich auf fünf Millionen Euro
  • Die Hälfte der Summe wird durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften aufgebracht

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Alle vier Welpen sind ab dem 20. Oktober frei zur Vermittlung. (mae)