Hamburg: Beliebtes Wahrzeichen soll abgerissen werden, Bürger machen mobil – „ERHALTEN“

Ein bekanntes Hamburger Wahrzeichen könnte bald Geschichte sein.
Ein bekanntes Hamburger Wahrzeichen könnte bald Geschichte sein.
Foto: IMAGO / Westend61

Bereits am Montag gab es schlechte Neuigkeiten für alle Menschen aus Hamburg, die an diesem Wahrzeichen hängen: Die bekannte Köhlbrandbrücke könnte bereits in 15 Jahren der Vergangenheit angehören.

Die Planung der Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) sieht vor, die markante Schrägseilbrücke abzureißen. Stattdessen soll ein Tunnel die verschiedenen Hafenareale miteinander verbinden. Doch einige Fans des Bauwerks wollen das nicht hinnehmen. Sie setzten sich nun zur Wehr.

Hamburg: Köhlbrandbrücke als Veranstaltungsfläche

„Durch die absehbare Entscheidung für einen Tunnel statt einer neuen Brücke wird eines der schönsten Bauwerke mit den wunderbarsten Aussichten auf die Stadt Hamburg und die Elbe für immer verschwinden“, heißt es in der Einleitung einer Online-Petition, die bereits im Mai gestartet wurde.

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Ziel der Petition ist es, dass die Brücke auch in Zukunft für Fußgänger, Radfahrer und nicht belastenden Verkehr erhalten bleibt. Dann „könnte jedermann - auch Besucher dieser schönen Stadt - in Zukunft diese Elbquerung weiter nutzen und das unvergleichliche Panorama genießen, das sich nirgendwo anders bietet.“

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Daten und Fakten zum Hafen Hamburg:

  • Der Hamburger Hafen ist ein offener Tidehafen an der Unterelbe der Freien und Hansestadt Hamburg (Eröffnung: 7. Mai 1189)
  • Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen in Deutschland und der drittgrößte in Europa (hinter Rotterdam und Antwerpen)
  • Gesamtfläche des Hamburg Hafen: 7.200 Hektar (ca. 10 Prozent der Fläche Hamburgs)
  • Gesamtumschlag im Jahr 2019: 136,6 Millionen Tonnen (davon 93,9 Millionen Tonnen Container)
  • 210 Schiffsanläufe an drei Kreuzfahrt-Terminals brachten 2019 rund 810.000 Passagiere in die Hansestadt

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Hamburg: Hoffnung für ein Hamburger Original

Auch als alternative Veranstaltungsfläche etwa für Gastronomie, Flohmärkte oder Begrünung könne die Brücke genutzt werden. Bisher haben knapp 800 Menschen die Petition unterschrieben.

Dass die 1974 fertiggestellte Köhlbrandbrücke auch nach 2030 die Skyline der Hansestadt schmückt, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch gibt es Hoffnung: Es werde weiter geprüft, ob die beiden Pylonen stehen bleiben können, wie von den Grünen gefordert, sagte ein Sprecher der Wirtschaftsbehörde. Das gilt auch für die Möglichkeit einer Querung für Radfahrer.

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Vorbereitende Arbeiten für den Bohrtunnel haben Senatsangaben zufolge bereits begonnen. Der Senat geht von drei Milliarden Euro Kosten für das gesamte Projekt mit Anbindung an die Autobahn A7 aus. (mik mit dpa)