Hamburg: Mehrere rechtsextreme Verdachtsfälle bei der Feuerwehr – Chef findet deutliche Worte

Bei der Hamburger Feuerwehr soll es mehrere Fälle von Rechtsextremismus gegeben haben (Symbolbild).
Bei der Hamburger Feuerwehr soll es mehrere Fälle von Rechtsextremismus gegeben haben (Symbolbild).
Foto: dpa

Die Feuerwehr Hamburg hat am Samstag über mehrere Verdachtsfälle von Rechtsextremismus in den eigenen Reihen informiert.

In einer Pressemitteilung teilte die Feuerwehr mit, dass nach Hinweisen disziplinarische Ermittlung gegen mehrere Mitglieder der Feuerwehr laufen. Der Chef der Feuerwehr in Hamburg, Dr. Christian Schwarz, äußerte sich mit deutlichen Worten zu den Vorfällen.

Hamburg: Feuerwehr-Beamter soll rassistische Inhalte verbreitet haben

Über das Hamburgische Landesamt für Verfassungsschutz habe die Feuerwehr den Hinweis erhalten, dass ein Beamter in sozialen Medien Rechtsextremisten unterstützt und dort mehrfach rassistische Inhalte verbreitet habe, hieß es in der Pressemitteilung.

Gegen den Beamten seien disziplinarische Ermittlungen eingeleitet worden. Auch sei er umgehend von den Dienstgeschäften ausgeschlossen worden.

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Ein zweiter Fall dreht sich um gleich mehrere Beamte. Die Zentrale Hinweisaufnahme Rechts (ZHA-R) der Polizei Hamburg hatte darüber informiert, dass Mitarbeitende der Feuerwehr Hamburg verfassungswidrige Symbole ausgetauscht haben sollen. Auch in diesem Fall seien gegen fünf Beamte disziplinarische Ermittlungen eingeleitet worden.

„Die Amtsleitung der Feuerwehr nimmt beide Hinweise sehr ernst und lässt die Vorwürfe derzeit sehr sorgfältig untersuchen“, ließ die Feuerwehr mitteilen.

Hamburg: Feuerwehrchef äußert sich

Auch der Feuerwehrchef fand deutliche Worte: „Rechtsextremismus hat keinen Platz in der Feuerwehr Hamburg. Jegliche Form von Diskriminierung werden wir nicht akzeptieren oder tolerieren. Wir sind alle aufgefordert, nicht nur nicht wegzusehen, sondern aktiv einzuschreiten, sollte es Grenzüberschreitungen Einzelner gegenüber anderen Angehörigen der Feuerwehr Hamburg oder auch Dritten geben“, äußerte sich Dr. Christian Schwarz.

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Dies gelte auf für persönliche Übergriffe und Aktivitäten in Sozialen Medien oder Messenger-Gruppen. „Und eines bleibt dabei glasklar: Wir werden jederzeit strikt gegen Diskriminierung vorgehen!“

Rechtsextremes Gedankengut habe im Wertekanon der Feuerwehr keinen Platz, hieß es weiter. Zu den laufenden Verfahren gegen die Beamten äußerte sich die Feuerwehr nicht. (mik).