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Hamburg: Sie hielt sich eine Sklavin und folterte – jetzt bekommt die IS-Frau DIESE Strafe

Die fünf krassesten Hamburger Kriminalfälle

Ganz Deutschland sprach über diese Verbrechen.

Das Oberlandesgericht in Hamburg hat an diesem Mittwoch (27. Juli) das Urteil gegen die mutmaßliche IS-Rückkehrerin Jalda A. aus Bremen verkündet. MOIN.DE war vor Ort beim Gerichtsprozess.

Die Bundesanwaltschaft in Hamburg hatte der 34-jährigen Deutschen die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen, dazu Beihilfe zum Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Hamburg: So wurde die Frau verurteilt

Die Mutter zweier Kinder soll Mitglied in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gewesen sein, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Laut Anklage reiste sie 2014 nach Syrien und soll dort nacheinander mit drei IS-Kämpfern verheiratet gewesen sein. Mit ihrem letzten Mann soll sie eine Jesidin als Sklavin gehalten und schwer misshandelt haben.

Nun wurde Jalda A. zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Für viele eine Überraschung. Gemessen an den Taten der Frau wirkt diese Strafe gering. Das Gericht begründet das Strafmaß damit, dass sie selbst niemanden vergewaltigt oder getötet, sondern nur dabei geholfen hat. Die Bundesanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von insgesamt siebeneinhalb Jahren gefordert.


Daten und Fakten über Hamburg:

  • Das Stadtgebiet der Hansestadt ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Zum Vergleich ein anderer Fall: Die Deutsche Jennifer W. schloss sich 2014 dem IS im Irak an. Während ihrer Zeit bei der Terrormiliz soll sie zugelassen haben, dass ein fünfjähriges Mädchen angekettet verdurstete. Sie wurde im Oktober 2021 in München zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Hamburg: Opfer sagt aus

Das Opfer hatte vor zwei Wochen vor Gericht ausgesagt. Sie schilderte, wie sie in der IS-Gefangenschaft immer wieder geschlagen und vergewaltigt worden sei. Auch die Angeklagte habe sie geschlagen. „Ich habe unter ihr sehr gelitten“, sagte die 31-Jährige, die im Zeugenschutzprogramm ist und in dem Prozess als Nebenklägerin auftritt.

Hamburg
Die Angeklagte IS-Rückkehrerin Jalda A. aus Bremen steht zwischen ihren Verteidigern Jacob Hösl (r) und Johannes Pausch in einem Saal des Oberlandesgericht in Hamburg (Archivfoto). Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Markus Scholz

Die Angeklagte gestand die Taten vor Gericht nicht. Sie gab an, aus Liebe zu ihrem Bruder und ihrem späteren ersten Ehemann zuerst in die Türkei und dann nach Syrien gereist zu sein.


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Die aus Afghanistan stammende Deutsche wurde laut Anklage Ende 2017 von kurdischen Kräften festgenommen und verbrachte anschließend vier Jahre in einem Gefangenenlager in Nordsyrien, bevor sie nach Deutschland gebracht wurde. Seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft.