Hamburg bis Ostsee: Fernab von überfüllten Badestränden – DIESE Orte sind echte Geheimtipps

Bea Swietczak
Der Kellersee östlich von Hamburg lässt auch bei einer Schiifffahrt erkunden.
Der Kellersee östlich von Hamburg lässt auch bei einer Schiifffahrt erkunden.
Foto: Shutterstock/Bruckmann Verlag

Wer früher zum Baden an die Nordsee und die Ostsee oder an einen Natursee in der Umgebung von Hamburg fuhr, parkte einfach sein Auto am Straßenrand und sprang ein paar Meter weiter ins kühle Nass. Das ist heute so gut wie unmöglich. Zeitparkuhren, Kurtaxen und völlig überfüllte Strände und Badestellen können einem in der Saison das Plantschvergnügen ganz schön vermiesen.

Doch es gibt sie noch, vereinzelte Spots, an denen unkompliziertes Baden möglich ist. In dem neuen Buch der Reiseautorin Marieluise Denecke, „Wildbaden in Deutschland“ (Bruckmann Verlag), werden die 50 schönsten Badeplätze in der Natur vorgestellt. MOIN.DE zeigt die Geheimtipps in Hamburg und dem Norden auf, am Fluss, am See und am Meer.

Hamburg: Das sind die schönsten Badeplätze

Das „Falkensteiner Ufer“ in Blankenese an der Elbe gilt als der schönste Wildbadeplatz in Hamburg. Der Sandstrand ist über einen Kilometer lang und bietet einen unvergleichbaren Blick aufs Wasser, wenn die großen Passagierdampfer und Containerschiffe ein- oder auslaufen. Zudem gibt es eine Uferpromenade und viel Platz für Radfahrer oder Inlineskater. Doch Vorsicht: Immer wieder kommt es wegen Wasserunterströmungen zu Badeunfällen, wenn man sich zu weit hinaus wagt.

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Kaum ein Hamburger kennt den „See Hinterm Horn“, ein wahrer Geheimtipp. Er liegt nur wenige Minuten von Hamburgs Hafencity entfernt in den Marschlanden vor den Toren der Stadt und damit mitten im Grünen nahe der Dove-Elbe und der A25.

Seine Besonderheit: Der Baggersee besticht durch sein glasklares Wasser, welches von Grundwasser gespeist wird. Es gibt keine Badeaufsicht, und weil hinter sogenannten Abbruchkanten das Wasser sehr tief werden kann, ist er für Nichtschwimmer ungeeignet. Man erreicht den See am besten über die Straße Allermöher Deich.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Nicht mal 30 Kilometer von Hamburg entfernt bietet die Drei-Seen-Platte „Großensee, Lütjensee und Mönchteich“ ein richtiges Paradies für Wildschwimmer. Für die bietet sich das Nordufer des 70 Hektar umfassenden Großensees mit seinem besonders sauberen Wasser am besten an.

Die Zufahrt erfolgt über den Strandweg. Das wilde Nordufer des Lütjensees erreicht man über die Straße Seeredder. Idyllische Badestellen findet man unter großen Kiefern. Der Mönchteich ist meist bei FKK-Anhängern beliebt. Die tummeln sich gern am Ostufer von der Trittauer Straße aus.

Wer von Hamburg aus in Richtung Ostsee fährt, sollte mal am „Kellersee“ bei Malente anhalten. Dort gibt es eine geheime Badestelle, die nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar ist. Sie liegt am östlichen Ufer des Sees, mitten im Wald und südlich des kleinen Ortes Sielbek.

Der Strand ist klein, von Bäumen umgeben und absolut ruhig. Jedoch für Familien mit Kindern nicht so gut geeignet. Die sind an der Wöbbensredder Badestelle besser aufgehoben. Dort gibt es einen Sandstrand, eine Liegewiese und flaches Wasser. Tipp für Sportliche: Der Kellersee lässt sich bei einer Laufstrecke von 20 Kilometern komplett umrunden.

Das beliebte Reiseziel vieler Menschen in Hamburg

Kaum zu toppen, wenn es ums Wildbaden geht, ist „Fehmarn“ an der Ostsee, ein beliebtes Reiseziel vieler Hamburger. Und ein perfektes Ziel für Naturliebhaber: 80 Kilometer Küste und Dutzende Strände mit Blick auf Dänemark.

Natürlich ist Fehmarn mit seinen Naturstränden sowieso ein Hotspot für Urlauber. Aber es gibt auch wunderschöne, abgeschiedene und kaum bekannte Badestellen wie in Staberhuk oder Westermarkelsdorf. Empfehlenswert sind auch kleine Abschnitte bei Presen am östlichsten Zipfel der Halbinsel mit seinen Naturstränden ohne Trubel und Infrastruktur.

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Von Presen aus führt eine kleine Straße in nur wenigen hundert Metern direkt zum Strand. Dort gibt es sogar Parkflächen für Autos. Selbst im Sommer sind sie nicht überfüllt. Wer ganz allein sein möchte, kann zu Fuß noch weiter in Richtung Süden laufen. Dort besteht der Strand aus Steinen und Kieseln, weshalb Badeschuhe unerlässlich sind. Aber zum Wasser hin wird der Untergrund sandiger und damit angenehmer für die Füße.