Hamburg: Frau beobachtet Illegales! Doch als sie die Polizei ruft, wird sie abgewiesen

Was eine Frau aus Hamburg in ihrer Nachbarschaft beobachtet hat, geht ihr gewaltig gegen den Strich (Symbolbild).
Was eine Frau aus Hamburg in ihrer Nachbarschaft beobachtet hat, geht ihr gewaltig gegen den Strich (Symbolbild).
Foto: imago images/Rolf Kremming

Müll in Großstädten ist immer wieder Thema. Auch in Hamburg. Nicht nur das Menschen ihren Abfall in Grünanlagen hinterlassen oder ihren Mund-Nasen-Schutz verlieren. Viele Menschen sind auch schlicht faul.

Besonders wenn es darum geht, sperrige Gegenstände zu entsorgen, machen es sich die Menschen in Hamburg oft einfach. Das hat kürzlich eine Frau in Eimsbüttel beobachtet. Als sie sich an die Polizei wendete, kassierte sie jedoch eine Abfuhr.

Hamburg: Matratze ins Altpapier?

Im Stadtteil Eimsbüttel habe sie eine Frau dabei beobachtet, wie diese versuchte, eine Matratze in einem Papiercontainer zu entsorgen. Viele Menschen empören sich in den Kommentaren über diese Art der Müllentsorgung.

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„Das ist unglaublich, die Menschen verblöden immer mehr. Wie blöd muss man sein, dass man nicht weiß, dass die da nicht reinpasst?“, schreibt eine Frau. „Es ist kein Kavaliersdelikt“, meint eine andere. Auch machen sich einige über die kuriose Beobachtung lustig: „Das ist kein Papiercontainer. Es ist ein Tiny House und sie ist grad eingezogen“, scherzt ein Mann.

Die Anwohnerin jedoch nahm es nicht mit Humor und alarmierte die Polizei. Doch dort wurde sie laut eignen Angaben abgewiesen. Bei der Polizei war der Sachverhalt auf Nachfrage nicht bekannt.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Hamburg: Polizei ist nicht immer zuständig

In Hamburg sind unterschiedliche Behörden für die Müllentsorgung zuständig, informiert die Polizei. Je nach Einzelfall wird entschieden, in welche Zuständigkeit die Entsorgung beziehungsweise Verfolgung fällt.

„Die Polizei bearbeitet in Sachen Abfall diejenigen Sachverhalte, die eine Straftat darstellen oder darstellen könnten. Von den strafrechtlich relevanten Abfällen geht in der Regel eine Gefahr im Sinne des Gesetzes aus“, sagt Pressesprecher Daniel Ritterskamp gegenüber MOIN.DE. Wenn etwa Elektrogeräte in der Natur entsorgt werden, Motoröle in die Landschaft oder asbesthaltige Platten am Straßenrand abgestellt werden, sei die Polizei zuständig und dankbar für jeden Hinweis.

„Eine Matratze, ist kein Abfall, von dem eine Gefahr ausgeht. Die Zuständigkeit liegt hier nicht bei der Polizei“, so Ritterskamp. Wenn Bürger Beobachtungen machen, können sie dies der zuständigen Behörde melden. Auch Angaben zu Kennzeichen, Personenbeschreibungen und die Erläuterung der näheren Umstände, können hilfreich sein. Matratzen jedenfalls gehören nicht in den Papiercontainer, sondern auf den Sperrmüll, beziehungsweise auf den Recylingshof.

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Auch betreibt die Stadtreinigung Hamburg die Hotline „Saubere Stadt“. Hier können sich Anwohner melden, wenn sie verschmutzte Flächen, überfüllte Papierkörbe oder illegale Abfallablagerungen in Hamburg beobachten. Auch online können Funde gemeldet werden. (mik)