Hamburg: Betrunkener Russe attackiert ukrainischen Pastor – das hat jetzt Konsequenzen

Kämpfe in der Ukraine gehen erbittert weiter - immer mehr Menschen fliehen

Kämpfe in der Ukraine gehen erbittert weiter - immer mehr Menschen fliehen

Während in der Ukraine weiter erbittert gekämpft wird, kommen immer mehr Geflüchtete in den Nachbarländern an. Seit dem russischen Einmarsch sind nach UN-Angaben mehr als 1,2 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.

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Samstagabend kam es in Hamburg zu einer schlimmen Auseinandersetzung.

Dabei attackierte ein betrunkener Russe einen ukrainischen Pastor in einer Kirche in Hamburg. Das hat jetzt Folgen.

Hamburg: Betrunkener Russe klingelte, dann rastete er aus

Gegen 20.30 Uhr klingelte ein 46-jähriger, alkoholisierter Mann mit russischer Staatsbürgerschaft an dem Gebäude einer ukrainischen Kirchengemeinde in Rehrstieg in Hamburg.

Der Pastor der Gemeinde öffnete dem betrunkenen Russen die Tür. Dieser habe den Geistlichen sofort zur Seite gedrängt und ihn geschlagen, berichtet die Polizei. Der Pastor sei dabei leicht verletzt worden.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Pastor konnte die Polizei in Hamburg rufen

Aus dem plötzlichen Überfall des Russen auf den Pastor der ukrainischen Gemeinde entwickelte sich dann eine Auseinandersetzung, die zum Glück nur verbal geführt wurde.

Währenddessen sei es dem Pastor gelungen, den Betrunkenen wieder aus dem Gebäude zu drängen und die Polizei zu verständigen.

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Russe randalierte in Hamburg einfach weiter

Der 46-jährige gab seinen wütenden Angriff dennoch nicht auf. Weil er offensichtlich nicht in das Gebäude kam, trieb er davor sein Unwesen. Dabei habe er einen Zaun und ein Blumenbeet beschädigt.

Schließlich rückte die Polizei an. Nachdem der Russe einem Platzverweis nicht nachgekommen sei, hätten die Beamten ihn festgenommen.

Hamburg: Was war das Motiv des Russen?

Ein Alkoholtest ergab, dass der 46-jährige über 2,2 Promille Alkohol im Blut hatte. War er nur auf Grund seiner Trunkenheit auf Randale aus gewesen oder hatte er sich das Ziel, ausgerechnet eine ukrainische Kirchengemeinde, bewusst ausgesucht?

Ist der Angriff eine Folge des Kriegs in der Ukraine und der russischen Propaganda? Hatte der Russe es mit Absicht auf unschuldige Ukrainer abgesehen, deren Heimat schon seit über einem Monat unter russischem Beschuss steht?

Polizei in Hamburg ermittelt noch

„Die Ermittlungen des Staatschutzes, insbesondere zum Motiv des Tatverdächtigen, dauern an“, schreibt die Polizei dazu.

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Doch auch wenn die Ermittlungen noch andauern und der Russe inzwischen wieder auf freiem Fuß ist, hat der Angriff jetzt schon Folgen.

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Angriff in Hamburg hat Folgen

Die Polizei hat einen dauerhaften Objektschutz für das Kirchengelände eingerichtet. Ein Streifenwagen steht am Reherstieg und kann so beobachten, was auf und vor dem Gelände der ukrainischen Kirchengemeinde passiert.

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Hoffentlich ist das genug, um zukünftige Angriffe auf die Kirche und ihren Pastor zu vermeiden. (fk)