Hamburg: Tafel trifft schwere Entscheidung – denn es reicht nicht für alle

Ein Mitarbeiter der Tafel verteilt Lebensmittel an bedürftige Menschen in Hamburg.
Ein Mitarbeiter der Tafel verteilt Lebensmittel an bedürftige Menschen in Hamburg.
Foto: picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt

Die steigendenden Preise in Hamburg, bringen aktuell immer mehr Menschen dazu, die Tafel zu besuchen.

Doch die Tafel in Hamburg stößt aktuell an ihre Grenzen und trifft deshalb eine harte Entscheidung.

Hamburger Tafel greift durch

Die Lage bei der Hamburger Tafel wird immer dramatischer: Weil der Andrang so groß ist, haben 22 der insgesamt 29 Ausgabestellen einen Aufnahmestopp verhängt. Lebensmittel können dort nur noch an diejenigen ausgegeben werden, die bereits bei der Tafel registriert sind.

„Seit mehreren Wochen gibt es einen immer stärker werdenden Zulauf an Bedürftigen“, sagte Julia Bauer, Sprecherin der Hamburger Tafel, der Deutschen Presse-Agentur. Zum einen müssten viele Geflüchtete aus der Ukraine versorgt werden. Aber auch viele Menschen, die im Niedrig-Lohn-Segment arbeiteten, wüssten nicht mehr, wie sie die immer teurer werdenden Lebensmittel bezahlen sollen.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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„Das sind ganz normale Menschen, die schon immer strampeln mussten, um den Monat rumzukriegen und um auch am letzten Tag des Monats noch was im Kühlschrank zu haben“, sagte Bauer. Diese Menschen seien von den extrem gestiegenen Lebensmittelpreisen besonders betroffen. „Außerdem haben die Menschen Angst vor den Nachzahlungen, die durch die gestiegenen Energiepreise drohen“, sagte die Sprecherin.

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Mit dem Besuch der Tafel, wo man sich ein Mal die Woche zwei, drei Taschen Lebensmittel abholen kann, könnten die Menschen Geld sparen. Damit könnten sie sich dann etwas kaufen, dass sie sich sonst nicht leisten könnten oder Geld für die Stromrechnung zurücklegen.

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Hamburger Tafel erhält nicht genug Spenden

Hinzu kämen weniger Spenden von Großunternehmen. „Zu Beginn des Krieges gingen viele Lieferungen nach Ungarn, Polen oder direkt in die Ukraine. Was auch völlig in Ordnung ist“, sagte Bauer. Viele Unternehmen hätten auch selbst Versorgungsengpässe, zum Beispiel gäbe es Probleme mit der Lieferung von Rohstoffen für die Herstellung von Konserven.

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„Wir brauchen dringend mehr Lebensmittelspenden“, sagte Bauer. Dann könnten auch neue Ausgabestellen eingerichtet werden. Vor allem im Hamburger Osten, in Stadtteilen wie Jenfeld, Tonndorf oder Rahlstedt sei der Bedarf an Ausgabestellen besonders hoch.

Um der Hamburger Tafel ein wenig zu helfen, gibt es von Mittwoch an ein Charity-Event in der Europa-Passage. Bis zum Samstag kochen dort jeweils zwischen 12 und 15 Uhr Prominente ihre Lieblingsgerichte für die Besucherinnen und Besucher des Einkaufszentrums am Jungfernstieg.

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Die Speisen werden zugunsten der Hamburger Tafel verkauft. In einer Show-Küche im Erdgeschoss werden unter anderem Katharina Wackernagel, Gerit Kling, Laura Osswald, Prince Damien, Ina Paule Kling, Harald Maack, Linda Nobat und Fabian Harloff am Herd ihr Bestes geben. (dpa/kl)