Hamburg: Tierheim am Stadtrand teilt traurige Nachricht: „Wie Müll entsorgt“

In Norderstedt haben Passanten ein schutzloses Kaninchen im Müll gefunden (Symbolbild).
In Norderstedt haben Passanten ein schutzloses Kaninchen im Müll gefunden (Symbolbild).
Foto: IMAGO / Westend61

Es ist eine herzlose Tat, die sich vor Kurzem im Norden von Hamburg ereignet hat.

In Norderstedt bei Hamburg machten Spaziergänger eine unglaubliche Entdeckung neben einem Müllcontainer. Ein kleines schutzloses Tier wurde dort sich selbst überlassen. Die Rettung kam gerade noch rechtzeitig.

Hamburg: Einsame Häsin zurückgelassen

Das Tierheim Henstedt-Ulzburg hat über den traurigen Fall berichtet. In einem Facebook-Post schildert die Einrichtung das Schicksal der Hasen-Dame „Erika“. Diese sei „wie Müll entsorgt“ worden, heiß es in dem Beitrag.

Am Mittwoch hatten Finder die Häsin in der Oststraße entdeckt. Das arme Tier wurde in einem Pappkarton neben dem Müllcontainer abgeladen und zurückgelassen.

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Die Passanten brachten Erika ins Tierheim nach Henstedt-Ulzburg. Dort wurde bei der ersten Untersuchung eine massive Zahnfehlstellung festgestellt.

„Die oberen Schneidezähne bohrten sich bereits in die Schleimhaut unten. Die Zähne oben und unten waren viel zu lang! Zudem sind die unteren komplett nach außen gekippt, eine Abnutzung dieser ist daher nicht möglich“, heißt es in dem Post.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Tierheim bei Hamburg bittet um Hilfe

Die Häsin wurde umgehend zum Tierarzt gebracht, um die Schneidezähne zu kürzen. Nur so konnte sie wieder schmerzfrei Nahrung aufnehmen. Bis nächste Woche muss ihr Futter fein geraspelt werden, da sie momentan noch nicht richtig beißen kann.

Auch steht in den kommenden Tagen eine Operation an, in der die viel zu langen Zähne entfernt werden. Auch die Backenzähne sollen geröntgt werden, um mögliche Gefährdungen zu erkennen.

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Diese Operationen seien sehr kostenintensiv, auch die zeitintensive Nachsorge des Kleintieres sei sehr aufwendig. Erst im Anschluss kann sie wieder vermittelt werden.

Der Beitrag stimmte viele Menschen traurig und wütend. So kommentierte eine Frau: „Warum zur Hölle können Menschen das Tierchen nicht zum Tierheim bringen, damit es eine Chance hat? Das macht mich so furchtbar wütend.“

Tierheim bei Hamburg sucht Hasen-Aussetzer

Eine andere Frau schrieb: „Wie schlimm! Man kann doch Tiere nicht wie Müll entsorgen. Alles Gute und Glück für sie.“ Auch heißt es: „ Einfach nur unfassbar und so traurig. Das bricht mir das Herz. Solche Menschen haben für mich keinen Wert.“

Das Team vom Tierheim bittet derweil um Hilfe bei der Ermittlung: Sollte jemand etwas beobachtet oder Hinweise auf den Hasen-Halter haben, wird er gebeten, sich beim Tierheim Henstedt-Ulzburg melden.

Um die Operation für Erika und ihre Nachsorge zu finanzieren, bittet das Tierheim Henstedt-Ulzburg zudem um Spenden. Als Paten können sich Helfer dort melden. (mae)