Hamburg: Was hier geschieht, spaltet einen ganzen Stadtteil – Anwohner sind verärgert! „Voll nervig“

Parken – ein hochemotionales Thema in Hamburg-Ottensen.
Parken – ein hochemotionales Thema in Hamburg-Ottensen.
Foto: picture alliance/dpa

Parken ist Dauerthema in Städten. Parken ist Reizthema in Städten. Natürlich auch in Hamburg. Weil in einer Stadt der Platz begrenzt ist. Und weil mit dem Parken Fragen nach Ökologie, Rücksicht und Sicherheit einhergehen.

In Hamburg-Ottensen gilt seit Anfang April ein neues Regime. Das Anwohnerparken hat begonnen. Doch diese Maßnahme spaltet jetzt eine ganze Nachbarschaft.

Hamburg: Bei Umfrage hatte große Mehrheit zugestimmt

Seit 5. April können in den neuen Parkzonen Bewohner ohne Zeitlimit und Gebühr parken. Wer von außerhalb kommt, muss zahlen und darf maximal drei Stunden parken.

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Bei Facebook machen Anwohner jetzt ihrem Ärger darüber Luft. „Voll nervig, das Anwohnerparken“, findet jemand. Eine Armada sei unterwegs gewesen, um Kohle abzuzocken. Stattdessen sollte lieber in umweltgerechte Autos investiert werden.

Jemand anderes berichtet von Personen, die Tickets erhalten hätten, weil sie zehn Meter in einer anderen Zone gestanden hätten. Jemand Drittes fragt, ob alle geglaubt hätten, dass es durch das Anwohnerparken wie ein Wunder einfache werde, einen Parkplatz zu finden. Diese Person kann nicht glauben, dass sich 75 Prozent der Befragten für die Bewohnerparkzonen ausgesprochen hatten.

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Diese große Zustimmung hatte eine Umfrage des Landesbetriebs Verkehr ergeben. 74 Prozent der 4.900 Teilnehmer begrüßten die Einführung eines Bewohnerparkgebiets in ihrem Umfeld. 15 Prozent der Befragten bewerteten das Vorhaben negativ. Und elf Prozent standen ihm neutral gegenüber.

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Martin Bill, Staatsrat für Verkehr und Mobilitätswende, wurde in der Mitteilung von Anfang Februar mit den Worten zitiert: „Ich freue mich sehr über die große Zustimmung der Menschen in Ottensen zum Bewohnerparken. Dies bestätigt uns, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.“

Und weiter: „Die Bewohnerpark-Gebiete in Ottensen und anderswo werden den Parkplatzsuchverkehr verringern, die Lebensqualität der Menschen vor Ort erhöhen und gleichzeitig zum Erfolg der Mobilitätswende in Hamburg beitragen.“

Hamburg: Parken bleibt ein Thema

Im Austausch bei Facebook unter den Anwohnern wird deutlich, dass einige das Bewohnerparken durchaus begrüßen. Es ist ein gemischtes Stimmungsbild. Er sei heilfroh über das Anwohnerparken, schreibt jemand. Die elende Suche nach Parkplätzen, vor allem abends, habe dann ein Ende.

Andere finden es jetzt „merklich entspannter“. Wieder andere beobachten, dass jetzt mehr Bullis und Wohnmobile in den Straßen parken. Und in einem Kommentar heißt es: „Bei uns hat sich genau nix geändert.“

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Das Parken wird wohl auch in Hamburg-Ottensen mit seinen neuen Bewohnerparkzonen als Thema aktuell bleiben. Und nicht nur in Ottensen. (kbm)