Hund in Hamburg erlitt trauriges Schicksal – jetzt ist er tot

Deine kleine Welpe Elvis wurde vom Hamburger tierschutzverein aufgenommen.
Deine kleine Welpe Elvis wurde vom Hamburger tierschutzverein aufgenommen.
Foto: picture alliance/dpa | Marcus Brandt/HTV

Es ist ein tragisches Schicksal, das der Hund Elvis erleiden musste. Der Tierschutzverein Hamburg kämpfte ums Überleben des Welpen, doch musste nun mitteilen, dass der Vierbeiner verstorben war.

Was dem Hund wiederfahren ist, ist in Hamburg – und auch über die Hansestadt hinaus – ein großes Problem.

Hund in Hamburg: Elvis wurde nur wenige Wochen alt

Der Welpe ist Opfer illegalen Welpenhandels geworden, berichtet der Tierschutzverein in einer Mitteilung. Er sollte über die Plattform eBay Kleinanzeigen verkauft werden.

Doch der Verein, die zuständige Behörde und die Polizei hatten den kleinen Hund im Zuge von verdeckten Ermittlungen gerettet. Sein Fell war kotverschmiert und verfloht, seine Augen entzündet und das junge, magere Tier voller Würmer.

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Zudem war er augenscheinlich viel zu jung für den Verkauf und hätte noch einige Wochen bei seiner Mutter bleiben müssen.

„Der starke parasitäre Befall deutet auf eine massive Vernachlässigung und ausgebliebene medizinische Versorgung hin. Hier wird einmal mehr deutlich, wie wenig sich die illegalen Händler für das Wohl der Tiere interessieren, die letztlich nur Ware und Mittel zum Zweck sind“, so die tierärztliche Leitung des Vereins Ute Inkmann.

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Daten und Fakten zum Hamburger Tierschutzverein:

  • Vollständiger Name: Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. (HTV)
  • Sitz in der Süderstraße 399 im Hamburger Stadtteil Hamm
  • Zentrale Aufgabe ist der Betrieb des dortigen Tierheims
  • Der Verein hat über 5.000 Mitglieder und rund 90 Mitarbeiter im Tierheim
  • Jährlich werden bis zu 10.000 Tiere aufgenommen
  • Die jährlichen Kosten für das Tierheim belaufen sich auf fünf Millionen Euro
  • Die Hälfte der Summe wird durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften aufgebracht

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Am Ende konnten die Tierretter nichts mehr für den Welpen tun. „Elvis‘ Herz hörte einfach auf zu schlagen“, heißt es. Sein Zustand habe sich nach kurzer Stabilisierung wieder drastisch verschlechtert.

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„Elvis war ein Kämpfer, der bis zum Schluss am Leben festgehalten hat. Am Ende fehlte ihm die Kraft und er musste aufgeben. Er hat uns alle berührt“, berichtet auch Tierpflegerin Michelle Kissel.

Hund in Hamburg: Auf eBay zum Verkauf angeboten

In der Anzeige wurden Elvis und seine Leidensgenossen für 900 Euro angeboten. Sie seien allesamt älter als 12 Wochen und bereits geimpft. Doch die Angaben waren allesamt falsch.

Die Tierretter warnen vor den Tricks der Verkäufer. Diese würden zunehmend darauf bestehen, dass Kaufinteressenten ihr Personalien übermitteln. Diese Daten könnten sie für weitere kriminelle Prozesse missbrauchen.

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Auch treffen sich die illegalen Händler meist an öffentlichen Plätzen, nicht an einer Privatadresse. Seit Beginn der Corona-Pandemie seien allein im Tierheim Süderstraße 17 Welpen an den Folgen ihrer Vernachlässigung gestorben, heißt es. (mik)