Ina Müller: Nach diesem Auftritt gab es für die Moderatorin ordentlich Ärger! „Respektlos“

Ina Müller moderierte 2019 den Deutschen Computerspielpreis.
Ina Müller moderierte 2019 den Deutschen Computerspielpreis.
Foto: imago images / Jan Huebner

Am Dienstag stand die jährliche Verleihung des Deutschen Computerspielpreises an – ganz corona-konform fand die Veranstaltung in diesem Jahr digital statt. Das Event weckte bei einigen böse Erinnerungen. Das lag vor allem an Ina Müller.

Vor drei Jahren moderierte die Hamburgerin die Preisverleihung und musste dafür heftige Kritik einstecken. Ina Müller habe sich den Entwicklern und der Branche gegenüber herablassend geäußert, waren nur einige der Vorwürfe.

Ina Müller: Scharfe Kritik an Moderationsbeiträgen

Während in diesem Jahr unter der Moderation von Barbara Schöneberger und Uke Bosse alles einigermaßen geregelt über die Bühne lief, wurde bei so manch einem die Erinnerungen an die Show von 2019 wach.

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Damals führte Ina Müller durch die zweieinhalbstündige Veranstaltung und verbarg dabei nicht, dass sie an Videospielen offenbar nur wenig Interesse hat. „Ich kann nur Pong, Snake und Pac-Man, das sind so meine Spiele“, gab die 55-Jährige zu.

Im Laufe des Abends tätigte Müller mehrere Aussagen, für die sie später heftig kritisiert wurde. Unter anderem zeichnete sie mehrmals das verzerrte Klischee-Bild eines Gamers und fragte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), ob er in seiner Freizeit lieber Killerspiele spiele oder einschlägige Pornoseiten besuche.

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Das ist Ina Müller:

  • Ina Müller wurde am 25. Juli 1965 in Köhlen (Landkreis Cuxhaven) geboren
  • Bekannt ist Ina Müller vor allem durch ihre Late-Night-Show „Inas Nacht“
  • Darüber hinaus ist Ina Müller als Sängerin, Musik-Kabarettistin und auch Buchautorin erfolgreich
  • Heute wohnt Ina Müller in einer schicken Wohnung in Hamburg-St.Georg
  • Seit mehreren Jahren ist Ina Müller mit dem 16 Jahre jüngeren Musiker Johannes Oerding liiert

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„Na, liebe Eltern, hättet ihr gedacht, dass die Jungs mit so 'nem Scheiß mal Geld verdienen?“, so die Moderatorin damals. Für das so angekündigte Entwickler-Team, das mit einem Nachwuchspreis geehrt wurde, ein Schlag ins Gesicht. „Gibt es einen respektloseren Satz, den man beim Verleihen eines Preises von sich geben kann?“, fragte damals das Magazin „Vice“. Ein anderer Entwickler wurde mit dieser fäkalen Frage empfangen: „Programmierst du deine Spiele auch aufm Klo?“

Auch im „Spiegel“ hagelte es Kritik. „Von Anfang an kokettierte sie mit ihrer Ahnungslosigkeit vom Thema“, kommentierte das Magazin Müllers Auftritt. Und weiter: „Tatsächlich machte der Computerspielpreis 2019 mitunter den Eindruck, eine Branche wolle sich nicht feiern, sondern selbst erniedrigen.“

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Ina Müller: Kritik vom Jury-Vorsitzenden

Vor allem die Preisträger fühlten sich vorgeführt. Ein Twitter-Nutzer kommentierte, dass das Preisgeld eher ein Schmerzensgeld für die öffentliche Demütigung sei. Und auch der damalige Jury-Vorsitzende, Olaf Zimmermann, hielt seine Kritik nicht zurück.

GamesWirtschaft schrieb: „Im Unterschied zu Vorjahres-Moderatorin Barbara Schöneberger ließ Müller all diese Gewinner nicht glänzen, sondern empfing sie zu Verhören auf offener Bühne, in denen ungefähr kein Klischee ausgelassen wurde.“ Für Ina Müller eine beachtliche Watsche.

Nach diesem Desaster überging die Moderation wieder an Barbara Schöneberger. Doch auch sie wurde kritisiert und spielte immer wieder mit abgedroschenen Klischees. In der Gaming-Szene gibt es daher viele Forderungen, dass ein Experte oder eine Expertin künftig durch die Veranstaltung führt, um dem Preis den verdienten Respekt entgegenzubringen.

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In diesem Jahr verlief der Computerspielpreis weniger aufsehenerregend. Den Hauptpreis für das beste deutsche Spiel erhielten die Mimimi-Studios mit ihrem Game „Desperados III“. Auch als bestes Studio wurden die Macher ausgezeichnet. (mik)