Jan Fedder: Streit um sein Andenken nimmt absurde Formen an – „Da fehlen mir echt die Worte!“

Die Diskussion über Jan Fedders Andenken geht weiter.
Die Diskussion über Jan Fedders Andenken geht weiter.
Foto: picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt, IMAGO / Sven Simon (Montage MOIN.DE)

Jan Fedder soll nicht nur seinen Fans in Gedenken bleiben, sondern auch jedem in Hamburg, der die Promenade an den Landungsbrücken entlang läuft. Diese soll einem Vorschlag von Fedders Witwe Marion Fedder zufolge künftig seinen Namen tragen. Doch die so simpel scheinende Namensgebung löste zwischen Politikern der Hansestadt eine hitzige Diskussion aus (MOIN.DE berichtete).

Dabei befürworten die Grünen zwar die Benennung einer Straße oder eines öffentlichen Platzes nach Jan Fedder, aber fühlen sich auch im Zwiespalt in Sachen Geschlechtergerechtigkeit.

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Jan Fedder: Diskussion über Promenadenbenennung geht weiter

Die Grünen-Fraktion im Bezirk Mitte fordert in einem Antrag daher: „Ab sofort werden Verkehrsflächen und öffentliche Flächen im Bezirk Hamburg-Mitte, die nach realen Personen benannt werden sollen, ausschließlich nach realen Frauen, inter, trans* und nonbinary Personen benannt.“

Also mit deutlicheren Worten: Jan Fedder fällt da klarerweise raus.

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Nun berichtet die „Welt“ von einer kuriosen Lösung.

Man könne die Promenade einfach nach zwei Volksschauspielern benennen. Jan Fedder und Helga Feddersen. Die Lösung somit: „Helga- und Jan Fedder*sen-Promenande“, heißt es in der „Welt

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Das war Jan Fedder:

  • Jan Fedder wurde am 14. Januar 1955 geboren.
  • Er wuchs in St. Pauli auf. Seine Eltern betrieben das Lokal „Zur Überseebrücke“, das direkt im Hamburger Hafen lag.
  • Schon mit 13 Jahren stand Jan Fedder zum ersten Mal vor der Kamera.
  • Immer wieder hat Jan Fedder norddeutsche Charaktere verkörpert. Berühmtheit erlangte er durch die Rolle des Revierleiters Dirk Matthies im „Großstadtrevier“. Fast 30 Jahre lange war er Teil der Serie.
  • Im Jahr 2000 heiratete er seine Frau Marion.
  • Neben seiner Wohnung in Hamburg, die er bis zuletzt als „Junggesellenbude“ bezeichnete, besaß der Schauspieler auch ein Anwesen in Ecklak in Schleswig-Holstein.
  • 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms festgestellt. Den Krebs hat er besiegt, gestorben ist er laut Marion Fedder „am plötzlichen Herztod“ in seiner Wohnung in Hamburg.
  • Gestorben ist Fedder am 30.12.2019

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Doch das hätte auch einen Verlust für die Frau im Bunde zu bedeuten. Die St. Pauli-Schauspielerin heißt nämlich eigentlich Helga Feddersen-Twiete.

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Jan Fedder: Wird diese Lösung jedem gerecht?

Eine andere Lösung wäre die Teilung in Promenadenabschnitte. Die 800 Meter könnten namentlich geteilt werden. Allerdings müsste man dann für die restlichen 400 Meter noch eine Namensgeberin finden.

Oder auch eine Person, die sich als „divers“ ausweist. Dann wäre die Genderkonformität auf alle Fälle bewahrt.

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Nur leider haben erst sieben Menschen in Hamburg diesen Geschlechtstitel in ihrem Ausweis stehen. Dass man nur deshalb gleich eine Straße nach ihnen benannt, scheint etwas unpassend.

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Jan Fedder: Fans reagieren skeptisch

Auch auf Twitter teilen zahlreiche Menschen ihre Meinung zu der hitzigen Debatte. Ein Fan schreibt beispielsweise: „Der dreht sich im Grab um.“

Ein anderer hat noch einen weiteren kuriosen Vorschlag für die Promenadenbenennung: „Wohl eher Feddersen*Innen-Promenad*Innen.“

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Und ein weiterer Mann kann es nicht glauben: „Da fehlen mir echt die Worte! Jan Fedder ist nun mal eine Hamburger Grösse und das ist gut so.“

Die Diskussion geht auf jeden Fall hitzig weiter. Noch ist die Hoffnung jedenfalls nicht verloren, dass bis zum zweiten Todestag des Volksschauspielers alles unter Dach und Fach ist und die Stadt ein wirkliches Andenken an Jan Fedder vorweisen kann. (pag)

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