Tim Mälzer motzt gegen den HSV: „Sport rückt immer mehr in den Hintergrund“

Tim Mälzer (oben Mitte) auf der Tribüne beim HSV – vor ihm Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München (Archivbild).
Tim Mälzer (oben Mitte) auf der Tribüne beim HSV – vor ihm Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München (Archivbild).
Foto: imago/MIS

Schon seit seiner Kindheit ist Tim Mälzer Fan des Hamburger SV. In Nicht-Corona-Zeiten ist der Koch bei Heimspielen für das Catering in der Platin.Lounge des Volksparkstadions zuständig.

Und das macht er gerne. Denn Tim Mälzer hat dem HSV – trotz der Entwicklung in den letzten Jahren – die Treue gehalten. Dennoch gibt es in seinem Herzensverein Entwicklungen, die ihn stören. Das hat der 50-Jährige jetzt in einem Interview verraten.

Tim Mälzer ist großer HSV-Fan

Alles angefangen hat für den geborenen Elmshorner im Jahr 1981. Zu Nikolas bekam der junge Tim Mälzer eine Karte für das Volksparkstadion – Uefa-Cup-Achtelfinale. „Der HSV spielte 3:1 gegen Aberdeen“, berichtet der Koch. Das waren noch Zeiten!

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Diese Verbundenheit mit dem Hamburger SV ist auch heute noch spürbar. Das zeigt sich an einer Anekdote, die Mälzer im Gespräch mit der HSV-Fanzeitung „Supporters News“ erzählt.

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Das ist Tim Mälzer:

  • Tim Mälzer wurde am 22. Januar 1971 in Elmshorn geboren
  • Tim Mälzer ist nicht nur Koch, sondern auch Fernsehmoderator, Unternehmer, Kochbuchautor und Entertainer
  • Tim Mälzer engagiert sich in diversen Hilfsorganisationen
  • Seine Karriere begann Tim Mälzer als Koch in einem Hamburger Hotel
  • 2006 erlitt Tim Mälzer einen Burnout und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück
  • Das bekannteste Restaurant von Tim Mälzer ist die „Bullerei“ im Schanzenviertel in Hamburg
  • Seit 2014 ist Tim Mälzer in der Kochduell-Show „Kitchen Impossible“ zu sehen

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Jedes Jahr zu Weihnachten hänge er eine HSV-Kugel an den Weihnachtsbaum in seinem Restaurant, der „Bullerei“. „Das ist die, die regelmäßig 'runterfällt'“, erzählt Mälzer. Dass es sich dabei um Zufall handelt, glaubt er nicht.

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Denn in seinem Freundeskreis befinden sich viele Fans des Rivalen vom Millerntor, dem FC St. Pauli. Und gerade deshalb lässt er sich nicht unterkriegen. „Ich habe einen endlosen Vorrat und hänge jedes Mal nach“, erzählt der Koch.

DAS stört Tim Mälzer am HSV

Für ihn ist „Vereinstreue eine Sache, die man nicht erklären kann und Fanliebe hat nichts mit Ergebnissen zu tun“. Und dennoch oder gerade deshalb sieht er die aktuelle Entwicklung seines Herzensvereins kritisch.

Dabei geht es ihm noch nicht einmal um die Ergebnisse. Denn wenn man nur gewinne, „ist das scheiße“, meint der Koch in seiner gewohnt direkten Art. Vielmehr geht es ihm um andere Dinge im Verein.

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„Da rückt der Sport immer mehr in den Hintergrund“, sagt Mälzer in der Fanzeitung „Supporters News“. Am meisten nerve ihn, dass immer wieder „Prozesse geleakt“ und Diskussionen nach außen getragen werden.

Tim Mälzer motzt über DIESE HSV-Anhänger

Und dann gibt es da noch etwas, über das sich der HSV-Anhänger ziemlich aufregt. Für ihn sei es „mit Abstand das Schlimmste“, wenn Fans sich von den Zuschauerrängen aus über das Spiel aufregen würden.

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„Warum soll ich in die Fäkalkiste greifen, wenn ein Fußballer den Ball nicht trifft?“, fragt sich Mälzer. Und so wundert es nicht, dass der 50-Jährige bei seinem letzten Stadionbesuch eine „bemerkenswerte Stimmung“ erlebte.

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Dieser war nämlich beim Heimspiel des HSV gegen die Würzburger Kickers im Oktober vergangenen Jahres. Gerade mal 1000 Leute seien im Volksparkstadion gewesen, erzählt der Koch.

Dennoch wünscht natürlich auch er sich, dass bald wieder ein normaler Stadionbesuch möglich sein wird. Bis dahin müssen „wir alle die Arschbacken zusammenkneifen und sagen, es ist wie es ist“, so Tim Mälzer. (mk)