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Olivia Jones: Kiez-Ikone ruft zum Protest auf – „Den Boden unter den Füßen weggerissen“

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Olivia Jones will den Hamburger Kiez wieder zum Leben erwecken – aber nur für einen kurzen Moment. Foto: Magdalena Tröndle/dpa

Hamburg. 

Kiez-Ikone Olivia Jones und viele weitere Bar- und Club-Besitzer planen einen Protest auf der Reeperbahn. Denn der Hamburger Kiez hat extrem unter der Corona-Krise zu leiden.

Seit Mitte März schon sind die bunten Leuchtreklamen auf der Reeperbahn und der Großen Freiheit aus, die Musik aus den zahlreichen Clubs und Bars verstummt. Jetzt wollen Gastronomen wie Olivia Jones ein Zeichen setzen.

Olivia Jones will den Kiez zum Leben erwecken

Rund 50 Inhaber von Bars, Kneipen, Clubs und Discotheken haben sich zu einem großen Protest zusammengeschlossen. Das gaben sie in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt.

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Stattfinden wird die Aktion bereits an diesem Donnerstag, den 7. Mai. Für einen kurzen Moment soll die gespentische Stille auf Deutschlands bekanntester Vergnügungsmeile ein Ende haben und Leuchtreklamen, Musik und Co. wieder angeschaltet werden.

„Starkes Bild senden“

Anschließend soll laut der Pressemitteilung wieder alles ausgeschaltet und ein Trauerkranz für den Kiez auf der Großen Freiheit niedergelegt werden.

„Wir möchten mit unserer Aktion nicht anklagen, sondern ein starkes Bild senden: Leben ist nicht nur das Gegenteil von Tod. Zum Leben gehört mehr als nur am Leben zu sein“, sagt Olivia Jones über die Aktion.

Stellvertretend für andere Städte

Die Protestaktion auf dem Hamburger Kiez sieht die Drag Queen auch stellvertretend für andere Städte. „So wie hier auf St. Pauli geht es gerade Bars und Clubs in ganz Deutschland.

Und nicht alle haben die Möglichkeit, so prominent wie wir auf sich aufmerksam zu machen“, sagt Jones. Auch ihnen wolle man damit eine Stimme geben.

Denn der kompletten Gastro-Szene in Deutschland sei „der Boden unter den Füßen weggerissen“ worden.

„Mussten als Erste schließen“

Zwar dürfen Restaurants und Gaststätten in einigen Bundesländern schon bald wieder unter Auflagen öffnen – bei Bars, Clubs und Discos sieht es aber weniger positiv aus.

„Man hat den Eindruck, dass in dieser Lage Bars, Kneipen und Clubs vergessen werden. Dabei waren das die Ersten, die schließen mussten, und es werden verständlicherweise die Letzten sein, die öffnen dürfen“, erklärt Olivia Jones in der Mitteilung.

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Im Livestream dabei sein

Damit der Protest nicht nur vor Ort auf dem Hamburger Kiez stattfindet, wollen die verschiedenen Gastronomen, Barbetreiber und Co. die Aktion auch live auf ihren Social-Media-Profilen übertragen.

So sollen möglichst viele daran teilhaben können. (mk)