Peter Tschentscher richtet deutliche Worte an Jens Spahn – „Muss das auch organisieren“

Für einen Plan von Gesundsheitsminister Jens Spahn (r.) hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (l.) deutliche Worte gefunden.
Für einen Plan von Gesundsheitsminister Jens Spahn (r.) hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (l.) deutliche Worte gefunden.
Foto: imago images/photothek & imago images/Jürgen Heinrich

Peter Tschentscher bleibt zurückhaltend. Während in zahlreichen Bundesländern am Montag Kitas und Grundschulen wieder geöffnet haben, bleiben die Schulen in Hamburg zu. Öffnungen stehen hier frühestens Mitte März zur Diskussion, wenn die Frühjahrsferien rum sind.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher sagte dazu in der TV-Sendung ARD extra am Montagabend: „Ich bin noch nicht sicher, ob wir von der Infektionslage her stabil genug sind, dass wir diesen Schritt auch gehen können.“ Er verwies auf die neuen Virus-Mutationen und auf den steigenden R-Wert, der zeige, in welche Richtung sich die Pandemie entwickle. An Bundesgesundheitsminister Jens Spahn richtete Tschentscher deutliche Worte.

Peter Tschentscher: „Man kann nicht einfach nur ankündigen“

Der Gesundheitsminister hatte kostenlose Schnelltest für die ganze Bevölkerung ab März versprochen. Die angepeilte Menge reicht aber bei Weitem nicht aus.

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Tschentscher sagte in der ARD, Jens Spahn sei da zurückgerudert oder noch einmal darauf verwiesen worden, „dass wir diese Dinge natürlich auch organisiert bekommen müssen“. „Man kann nicht einfach nur ankündigen, sondern man muss das dann auch organisieren können.“

Tschentscher möchte an Hamburgs Schulen auch Schnelltestungen einsetzen: „Das ist ja etwas, was uns ein Stück weit Sicherheit gibt.“

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Das ist Peter Tschentscher:

  • Peter Tschentscher wurde am 20. Januar 1966 in Bremen geboren
  • Seit März 2018 ist Tschentscher (SPD) Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Er hat in Hamburg Medizin studiert und promoviert
  • Seine Stelle am UKE gab er auf, als er 2011 Finanzsenator wurde
  • Er hat einen erwachsenen Sohn und lebt mit seiner Frau in Barmbek

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Weiter sagte der Bürgermeister: „Wir kümmern uns jetzt schon darum, das zu organisieren, denn es geht ja um sehr, sehr viele Schülerinnen und Schülern, um sehr viele Menschen generell, die sich werden testen lassen wollen.“

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Deswegen müsse es nicht nur eine Ankündigung geben, sondern auch einen Plan, wie man das umsetze.

Peter Tschentscher hält an Maskenpflicht fest

An den Schulen setzt Tschentscher weiterhin auf die Maskenpflicht: „Wir haben die Maskenpflicht im Unterricht in allen Jahrgängen und wollen dabei auch zunächst bleiben.“

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