Hamburg: Frau macht schreckliche Erfahrung – „War geschockt“

Eine Frau aus Hamburg erlebte einen Schock, als sie kurz in die Apotheke ging.
Eine Frau aus Hamburg erlebte einen Schock, als sie kurz in die Apotheke ging.
Foto: IMAGO / Westend61 & imago images / Cord (Montage MOIN.DE)

Eigentlich wollte eine Frau aus Hamburg nur ihre Medikamente in einer Apotheke abholen lassen. Doch dann folgte der Schock!

„Ich bekam ein Schreiben von Park and Control aufgrund eines Benutzungsverstoßes“, erzählt Brigitte Bethge aus Hamburg gegenüber MOIN.DE. So beginnt ihre Geschichte.

Hamburg: Frau macht negatives Erlebnis auf Parkplatz

Aufgrund ihrer Krankheit brauche sie Medikamente. Diese könne sie in der Apotheke in ihrer Nähe nicht abholen und musste sie deshalb in Hamburg-Winterhude bestellen.

„Ich habe meine Nachbarin gebeten, diese Medikamente für mich abzuholen. Sie ist dahin gefahren. Das waren keine zehn Minuten. Da war auch kein Strafzettel am Auto, sondern am Ende nur ein Schreiben mit der offenen Forderung von Park und Control“, klagt die Frau im MOIN.DE-Interview.

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„In meinem Fall war das so, dass ich von gar nichts wusste. Ich habe auf einmal dieses Schreiben erhalten. Vertragsstrafe 30 Euro, Halteverfahren 5,85 Euro und Mahngebühren waren 3,50 Euro – insgesamt macht das 39,35 Euro. Ich war zunächst geschockt und überrascht darüber“, sagt Bethge.

Hamburg: Wie lange stehen die Hinweisschilder auf dem Parkplatz?

Nach Ansicht der Frau sind Hinweise und Schilder, dass eine Parkscheibe im Auto eingestellt werden soll, erst seit Kurzem auf dem Aldi-Parkplatz, auf dem das Auto abgestellt wurde. Auf Anfrage von MOIN.DE reagierte Aldi Nord:

„Nun ist es so, dass die Parkraumüberwachung an dem von Ihnen benannten Markt bereits seit mehr als einem Jahr durch die Firma Park & Control durchgeführt wird. Neu ist das demnach nicht“, heißt es in der Antwort des Pressesprechers.

„Aldi Nord ist allerdings nicht der Auftraggeber, sondern der Vermieter der dortigen Immobilie.“

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Die Hinweisschilder habe die Frau anscheinend übersehen. Anschließend habe sie mit der „Park und Control“-Firma Kontakt aufgenommen und erklärte ihre krankheitsbedingte Situation.

„Meine Bitte, dass sie von der Strafe absehen, haben sie nicht akzeptiert. Dann habe ich erneut angefragt, ob ich die Strafe aufgrund meiner geringen Rente in zwei Raten zahlen kann und habe keine Antwort erhalten. Dennoch habe ich sie gezahlt“, erzählte die Frau.

Doch danach folgte der nächste Schock. Plötzlich erhielt sie einen Brief von einer Inkassofirma: „Ich sollte doch bitte 57,21 Euro zahlen. Da ich so viel Angst vor der Inkasso habe, überwies ich das Geld sofort. Auch wenn ich zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus lag“.

Hamburg: „Das finde ich ganz schön heftig“

Bethge ist von der ganzen Situation mächtig angefressen. „Ich kann es nicht glauben, dass sie wegen einer fehlenden Parkscheibe 30 Euro verlangen und dann auch nicht auf meine Mails einzugehen. Das finde ich ganz schön heftig.“

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Da die ganze Geschichte sie weiterhin beschäftigte, fuhr sie zum Parkplatz und bemerkte etwas. „Da waren junge Menschen in Zivil, die von Auto zu Auto gingen und schauten, ob da eine Parkscheibe ist oder nicht. Das hat ja alles seinen Sinn und Zweck“, zeigt sich die Frau einsichtig.

Aber dennoch finde sie es unterste Schublade, dass wegen einer Strafe „zudem ein Inkasso-Betrieb eingeschaltet wurde. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.“

MOIN.DE fragte bei Park & Control zum Vorfall nach. Die Antwort: „Auf dem Parkplatz an der Barmbeker Straße beträgt die Freiparkzeit zwei Stunden (120 Minuten) und bietet somit ausreichend Zeit um bequem alle Einkäufe zu erledigen. Die Freiparkzeit und die vor Ort gültigen Parkregeln, die bereits seit rund vier Jahren auf der Fläche gültig sind, werden seit Beginn der Betreuung Anfang März 2017 auf Schildern, die sowohl an der Einfahrt als auch über die Fläche verteilt angebracht sind, deutlich ausgewiesen.“

Und weiter heißt es: „Um die Freiparkzeit auf dem Parkplatz zu nutzen, ist das Einlegen einer korrekt eingestellten Parkscheibe im Auto für Kunden völlig ausreichend. Parkende, bei denen die Einhaltung der geltenden Parkregeln vor Ort jedoch nicht geprüft werden kann oder die schlichtweg gegen die Einstellbedingungen verstoßen, erhalten von einem Parkplatzbetreuer einen Zettel mit Vermerk zur Vertragsstrafe an ihrem Auto. Hier sind alle Angaben zur Begleichung der Vertragsstrafe enthalten. Kommen sie der Zahlungsaufforderung innerhalb der angegebenen Frist nicht nach, ist der Fahrzeughalter zu ermitteln. Dieser wird dann schriftlich kontaktiert. Hierfür fallen entsprechende Gebühren an, die das Unternehmen dem Halter weiterberechnet.“

Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Probleme mit Kunden und den Parkplatz-Securityfirmen. Das Auto eines Aldi-Kunden wurde sogar wegen einer fehlenden Parkscheibe abgeschleppt. >>> Hier geht es zur ganzen Geschichte.

Um den Stress und eine Strafe zu vermeiden, gilt am besten immer: Parkscheibe nicht vergessen! Auch wenn sich der Einkauf wohl schnell erledigen lässt. Denn damit sind Kunden auf jeden Fall auf der sicheren Seite und müssen keine böse Überraschung erleben.