Aida: Er wird der Kapitän auf dem neuen Mega-Kreuzer – hier verrät er, was „Aida Cosma“ anderen Schiffen voraus hat

Vincent Cofalka hat das Sagen an Bord von  „Aida Cosma“
Vincent Cofalka hat das Sagen an Bord von „Aida Cosma“
Foto: Aida

Die „Aida Cosma“ ist das neueste Mitglied der Kreuzfahrt-Flotte von Aida. Ein Schiff in Superlativen: 337 Meter Länge, 42 Meter Breite. 17 Bars und 17 Restaurants. Platz für 6.600 Passagiere.

Am 22. Dezember 2021 geht die „Aida Cosma“ auf Jungfernfahrt. Das Sagen an Bord hat dann Vincent Cofalka. Er ist Kapitän von Schiff Nummer 15 der Flotte.

Aida-Kapitän freut sich auf sein neues Schiff

Bevor die „Cosma“ offiziell von der Papenburger Meyer Werft an die Reederei übergeben wird, muss sie noch Testfahrten überstehen. Cofalka ist dann natürlich schon an Bord und prüft, ob das Schiff bereit für die Weltmeere und die vielen Gäste an Bord ist. „Für mich ist es wichtig, dass die Sicherheitssysteme funktionieren und die Manövriereigenschaften so sind wie vorgegeben“, sagt er.

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Die Vorfreude beim Kapitän ist riesig, klar, vor allem auf die Jungfernfahrt. „Es ist spannend, ein nagelneues Schiff mit einem handverlesenen Team in Dienst zu stellen und zum ersten Mal Gäste an Bord zu begrüßen. Darauf freue ich mich am meisten.“

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2021) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Aida stellt Cofalka in einem Porträt vor. Er erzählt darin auch, was sein neues Schiff so besonders macht.

Die Dimensionen, keine Frage. Aber das Schiff ist auch eines der wenigen Kreuzfahrtschiffe, die vollständig mit flüssigem Erdgas (LNG) betrieben werden können.

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Die Deutschen lieben Kreuzfahrt-Urlaub:

  • Insgesamt unternahmen im Jahr 2018 rund 2,73 Millionen deutsche Passagiere eine Kreuzfahrt. Der Großteil davon entschied sich für eine Hochseekreuzfahrt, vor allem mit Aida und Tui („Mein Schiff“).
  • Am beliebtesten sind Kreuzfahrten mit weitem Abstand bei US-Amerikanern, gefolgt von Chinesen – dann folgen die Deutschen.
  • Über 30 Prozent der weltweiten Kreuzfahrtschiffe werden in der Karibik eingesetzt, damit ist sie vor dem Mittelmeer das beliebteste Fahrtgebiet.
  • Die beliebtesten Fahrtgebiete unter den deutschen Kreuzfahrern sind Nordeuropa und das westliche Mittelmeer.
  • Der Begriff hat seinen Ursprung in dem niederländischen Wort „kruiser“ aus dem 17. Jahrhundert, der ein kreuzendes (im Sinne von hin und her fahrend) Schiff bezeichnete.
  • Dank des Kreuzfahrt-Booms der vergangenen Jahre ist Deutschland heute ein Werftenstandort von weltweitem Rang.
  • In der öffentlichen Wahrnehmung werden aber immer auch die hohen Belastungen für Mensch und Umwelt durch Kreuzfahrtschiffe betrachtet.

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Was die Aida-Cosma so besonders macht

Bei aller Größe, die der Kreuzer mit sich bringt, betont der Kapitän das besonders: Der allergrößte Unterschied zu anderen Schiffen liege in dem geringeren Ausstoß von Treibhausgas-Emissionen. „Im Vergleich mit anderen Schiffen sind die Zahlen sensationell!“, sagt Cofalka.

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Nachhaltigkeit bedeute ihm viel, sagt er. „Ich bin stolz darauf, dass ich gemeinsam mit Aida den Weg zur emissionsneutralen Kreuzfahrt gehen kann.“

Ob das gelingt, entscheidet tatsächlich über Ansehen und Erfolg der ganzen Reise-Branche in Zukunft. In Warnemünde gab es anlässlich eines Besuchs der „MSC Seaview“ gerade wieder eine Diskussion über die Umweltverträglichkeit von Kreuzfahrten. Hier mehr >>

Cofalka kennt schon andere Aida-Schiffe. Auf einem überzeugte er das Unternehmen, dass er bereit für noch größere Aufgaben ist.

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Als die „Aida Nova“ vor einigen Jahren geplant wurde, entwickelte Vincent Cofalka Handlungs- und Modifikationsempfehlungen. Die „Nova“ ist das weltweit erste LNG-Kreuzfahrtschiff. „Bevor sie zum ersten Mal schwamm, fuhr ich sie schon im Simulator“, sagt er. 2018 ging sie dann in Dienst.

Cofalkas Arbeit überzeugte das Unternehmen offenbar. Aida machte ihm das Angebot, die „Nova“ als zweiter Kapitän zu fahren.

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Auf der „Aida Cosma“ wird er nun bald die Nummer eins sein – und zum ersten Mal in seinem Leben als Kapitän ein Schiff in Dienst stellen.

Ein anderer Aida-Kapitän hat sich gerade von der Kreuzfahrt verabschiedet. Er geht nach vielen Jahren bei der Reederei in Ruhestand. Welche emotionalen Szenen sich abspielten, als er von Bord ging, erfährst du >>> hier. (jds)