Aida: Frau hat einen krassen Plan – und sie ist damit nicht alleine

Die „Aida Sol“ im Hafen von Palma de Mallorca
Die „Aida Sol“ im Hafen von Palma de Mallorca
Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Augst / Eibner-Pressefoto

Altwerden im Altersheim – das kommt für Anja Böhlke nicht in Frage. Sie hat da eine ganz besondere Idee: „Wenn ich einmal alt und klapprig bin, werde ich bestimmt nicht ins Altersheim gehen, sondern auf ein Kreuzfahrtschiff“, hat sie in einer Facebook-Gruppe für Aida-Fans geschrieben.

„Natürlich ist das als Scherz gemeint“, sagt sie auf Anfrage von MOIN.DE. Aber mit dem irren Aida-Plan scheint sie einen Nerv getroffen zu haben, wie die Reaktionen in der Gruppe zeigen. Und der Plan ist durchaus ausgeklügelt.

Aida: „Wohin auch immer ich will“

Anja Böhlke hat dem Facebook-Beitrag eine ganze Liste an Gründen hinzugefügt, die für die Langzeitreise sprechen. Erstens sei sie günstiger als ein Aufenthalt im Altersheim.

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„Fernseher defekt? Glühbirne kaputt? Die Bettmatratze ist zu hart oder zu weich? Kein Problem! Das Personal wechselt es kostenlos und bedankt sich für mein Verständnis.“ Noch ein Grund: „Frische Bettwäsche und Handtücher jeden Tag sind selbstverständlich.“

„Das Beste,“ heißt es gegen Ende: „Mit der Aida komme ich nach Südamerika, Afrika, Australien, Japan, Asien – wohin auch immer ich will.“

Aida: Sie hat noch nie eine Kreuzfahrt gemacht

Die Idee für die Liste kommt nicht von Böhlke. Der Beitrag ist schon älter, ein Netzfund. Anja Böhlke hat ihn geteilt, obwohl sie bislang auf keiner einzigen Kreuzfahrt gewesen sei, wie sie MOIN.DE sagt. Trotzdem hat sie eine Verbindung zu Aida.

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Ihre Tochter arbeite auf den Schiffen und habe ihr vergangenes Jahr zum Geburtstag die Adria Tour geschenkt. „Meine Vorfreude war riesig, doch dann kam Corona und die Welt stand still.“

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Faszinierend an Kreuzfahrten finde sie „diese Freiheit und die Möglichkeit die schönsten Orte der Welt für verhältnismäßig kleines Geld zu sehen.“

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Hätte sie im Alter das nötige Kleingeld, wäre das Kreuzfahrtschiff mit Sicherheit eine Alternative, so Böhlke.

Aida: Die Idee kommt sehr gut an

Die Idee kommt auch bei anderen Mitgliedern der Aida-Gruppe sehr gut an. Rund 400 Likes hat der Beitrag erhalten. „Ach, was ist das für ein wunderbarer Gedanke. Ich bin dabei!“, schreibt eine Frau. „Ich komm auch mit“, eine andere. „Genau das haben wir auch vor“, kommentiert ein Mann.

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