Aida: Passagierin zieht überraschendes Fazit nach ihrer Fahrt – „Den Urlaub verdorben“

Die „Aida Nova“ von vorne. Hier hatte Alexandra S. ihre Kabine gebucht.
Die „Aida Nova“ von vorne. Hier hatte Alexandra S. ihre Kabine gebucht.
Foto: picture alliance / dpa Themendienst | Andrea Warnecke

Was Kreuzfahrt-Urlauber so von einer gelungenen Reise erwarten, ist sehr unterschiedlich. Dem einen Gast ist das Essen an Bord sehr wichtig, dem anderen schöne Landausflüge in den Reisezielen. Doch es gibt noch mehr, was Aida-Urlauber auf ihrer Fahrt dringend benötigen.

Alexandra S. kehrte kürzlich von ihrer Reise mit der Flotte zurück und war enttäuscht. Was die Aida-Reisende zu bemängeln hat, hat mit ihrer Kabine zu tun. Die ist nämlich an ihrem persönlichen Geschmack gescheitert.

Luxus-Kabine auf der Aida

Alexandra S. gönnte sich eigentlich etwas in ihrem Urlaub: Sie buchte eine Junior-Suite auf der „Aida Nova“ – und das sogar im Premium-Tarif. Ihr Kabinennummer: 9011. Das bedeutet Deck 9. Die Unterkunft befindet sich ganz vorne auf Steuerbord-Seite. Mit 34 Quadratmetern ist sie zudem sehr geräumig.

Den Premium-Tarif habe sie bewusst gebucht, erzählt Alexandra S. Und auf den ersten Blick schien es genau das Richtige zu sein: „Das Platzangebot in der Kabine ist einfach unfassbar gut“, erzählt die Aida-Reisende. „Es gibt ein separates Schlafzimmer.“

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Auf Bildern ist zu sehen, dass das Bett in einem eigenen Raum steht, davor gibt es einen hübsch eingerichteten Wohnraum mit Sofa und Stühlen. Und auch ein Balkon ist vorhanden.

Doch der ist bei Kreuzfahrt-Reisenden gerne mal Frustthema. So wählt die Alexandra S. harte Worte für jenen ihrer Junior-Suite: „Der Balkon ist wirklich ein Alptraum und hat mir den Urlaub verdorben.“

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2022) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Aida: Balkon wird zum Problem

Dass der Balkon schlauchförmig ist, sei kein Problem, erzählt die Aida-Urlauberin. Was ihr den Urlaub vermieste, ist, dass die Kabine 9011 auf der „Aida“ keinen Glasbalkon hat. „Daraus habe ich gelernt. In Zukunft nur Kabine mit Glasbalkon“, so Alexandra S. Da kann auch die Geräumigkeit mit 27,5 Metern nicht drüber hinwegtrösten.

„Es war die Sicht. Wir hatten bisher immer einen Glasbalkon, den man offen lassen konnte. Bei diesem Balkon hatte man nur die Sicht auf die Holzbrüstung.“ Auch die Tür habe sie wegen des Windes nur mit ordentlich Kraft öffnen können, erzählt die Urlauberin.

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Alexandra S. buche immer gezielt eine Junior Suite „damit hat man auch Zugang zu einem privaten Sonnendeck und einer privaten Lounge. Mir ist ein großer Balkon sehr wichtig, weil ich den Trubel auf dem Schiff nicht besonders mag. Deswegen war dieser Balkon leider ein furchtbarer Flop.“ Es wird also ihr letzter Ausflug in der 9011 der „Aida Nova“ gewesen sein.

Interessant: Bei der Aida lassen sich Kabinen über den Kabinenfinder vorher genau ansehen. Dort sieht es allerdings in einer Grafik so aus, als würde die Nummer 9011 auf der „Aida Nova“ einen Glasbalkon haben – was in der Realität aber ja nicht der Fall ist, wie auch auf Bildern von der Front des Schiffes zu sehen ist. (rg)