Aida: Ehemaliger Mitarbeiter gesteht: „Dieser Job hat mich versaut“

Blick auf die Balkone des Kreuzfahrtschiffes „Aida Perla“.
Blick auf die Balkone des Kreuzfahrtschiffes „Aida Perla“.
Foto: picture alliance/dpa/EUROPA PRESS

Arbeiten auf der Aida? Für viele Menschen ein absoluter Traum. Für andere wiederum keine schöne Vorstellung, wochenlang zur See zu fahren und in einer kleinen Kabine zu leben.

In einem Interview erzählte ein ehemaliger Aida-Mitarbeiter nun von seinem Leben an Bord. Er findet ehrliche Worte für das Leben als Dauer-Passagier.

Selten allein auf der Aida

Robert Krom aus Rostock ist „1st TV-Operator“ auf der „Aida Sol“ und seit sechs Jahren auf den Schiffen der Norddeutschen unterwegs. Er dreht bei jeder Fahrt einen Reisefilm und sucht die schönsten Bilder der Touren für die Passagiere zusammen. Außerdem arbeitet er an den Shows an Bord mit.

+++ Aida-Fans werden bei diesen Aufnahmen von der Konkurrenz neidisch: „Hätte ich auch sehr gerne“ +++

Über das Leben an Bord berichtet Robert Krom in einem Interview mit „Schiffstester Matthias Morr“, dass er selten mal einen Abend alleine auf seiner Kabine verbringe. Aida-Mitarbeitern ist es zum Beispiel erlaubt, sich abends unter die Gäste an den Bars zu mischen. Anschluss zu finden ist einfach auf Kreuzfahrt-Schiffen, Mitarbeiter als ersten Anlaufpunkt gibt es genug. „Man hat hier nie seine Ruhe“, sagt Robert Krom. Und das meint er positiv.

Er habe noch nie so viel gelacht wie in den sechs Jahren auf der Aida gibt sich Robert Krom als begeisterter Mitarbeiter. Während viele Menschen sehr gerne mal ihre Ruhe brauchen, ist das bei dem Rostocker nicht so.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2021) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge
  • Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere

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Aida: „Dieser Job hat mich versaut“

Und noch eine Sache gibt es, die ihn von der Arbeit auf einem Schiff völlig überzeugt: Das Reisen. So bringt Schiffstester Matthias Morr die Frage auf, dass es ja durchaus sein kann, dass Robert Krom eines Tages mal wieder an Land müsse, um dort zu leben. Aber das kann sich der Aida-Mitarbeiter anscheindend noch so gar nicht vorstellen.

Aida-Mitarbeiter im Gespräch

So erzählt er mit einem Grinsen und strahlenden Augen: „Dieser Job hat mich versaut für die Arbeit an Land, glaube ich. Du hast nirgendwo die Möglichkeit, so viel zu reisen. Ich war in der Karibik, ich war in Südostasien, in Spitzbergen, in Island, auf den Malediven und in Sri Lanka.“

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Er zähle über 50 Länder, in denen er schon gewesen ist. Seine Kumpels zuhause kämen hingegen eher auf zehn. „Das ist schon was Besonderes und man kriegt dafür auch noch Geld“, so Robert Krom.

Aida: Landausflüge sind sehr beliebt

Vor allem Ausflüge in den Reisezielen haben es dem Mitarbeiter angetan. Die waren nun allerdings lange Zeit wegen der Pandemie vielerorts nicht möglich. Erst jetzt erlauben manche Länder nach und nach wieder individuelle Landgänge ohne geführte Gruppen.

Einer dieser Staaten hat die freudige Nachricht kürzlich verkündet und damit für Begeisterung bei den Kreuzfahrt-Fans gesorgt. Allerdings gibt es eine wichtige Regelung mit den Imfpungen. >>> Hier mehr dazu. (rg)