Aida: Probleme im Hafen von Madeira! „Ist voll“

5 Dinge, die du noch nicht über Aida wusstest

5 Dinge, die du noch nicht über Aida wusstest

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Die Schiffe von Aida, „Mein Schiff” und Co. sind auf allen Weltmeeren unterwegs. Auch die Kanaren werden häufig angesteuert.

Am Hafen von Madeira kam es für ein Schiff von Aida nun zu einem unglücklichen Problem.

Aida hat besonderes Rendezvous

Schon lange steht die Kreuzfahrt-Branche in der Kritik. Denn die Dampfer zahlreicher Reedereien gelten trotz neuer Antriebe nach wie vor als Umwelt-Sünder. „Massentourismus“ zerstört dazu empfindliche Öko-Systeme, historische Metropolen werden überannt. Beliebte Urlaubs-Hot-Spots wie Venedig kämpfen schon seit Jahren gegen Urlauber von den Ozean-Riesen.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2022) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Im Hafen von Madeira ankerte nun nicht nur die „Aida Nova“. Vier Luxus-Schiffe bewegten sich in dem historischen Hafen – mit insgesamt über 6.000 Menschen! Die portugiesische Region bekommt also mächtig Zuwachs, zählt sie selbst nur etwas mehr als 250.000 Einwohner. „Der Hafen von Funchal ist voll“, verkündet die Hafenverwaltung trocken.

Kam es in Venedig in den vergangenen Jahren immer wieder zu Protesten, die sogar ein Kreuzfahrt-Verbot nach sich zogen, dürften auch die Menschen in Funchal nicht ausschließlich begeistert sein. Die „Aida Nova“ bringt sogar den größten Anteil an Urlaubern mit, die sich wohl nur zu gerne in der kleinen Hafenstadt tummeln wollen: Knapp 3.800 Menschen kamen nach einem Stopp in Las Palmas in die portugiesische Metropole.

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Die „Luminous Coast“ legte mit etwa 1.800 Passagieren im „Porto do Funchal“ an. Dazu gesellten sich die „Hebridean Sky“ und die „World Voyager“ aus Lanzarote. Letztere sind zwar deutlich kleiner als die beliebte „Aida Nova“, der kleine Hafen ist dennoch gut gefüllt.

Aida in der Kritik

Bei all der Freude über das maritime Rendezvous dürften die Menschen vor Ort das Treffen mit anderen Augen sehen als Kreuzfahrt-Begeisterte. Trotz Corona-Pandemie wollen nur wenige auf den Genuss einer Schiffsreise verzichten – die Folgen für so manch ein Urlaubs-Paradies sind jedoch fatal.

Umweltverbände warnen schon seit Jahren vor allzu unbedachten Konsequenzen der Schiffs-Reisen. Dabei sollen nicht Kreuzfahrten oder Passagiere an den Pranger gestellt werden, viele rufen lediglich zu mehr Bewusstsein auf.

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Große Mengen an Plastikmüll und eine langsame Zerstörung dessen, was viele Touristen eigentlich suchen, stehen weit oben auf der Negativ-Liste. Denn zahlreiche Kreuzfahrer kaufen bei Landausflügen oft lediglich Postkarten oder kleine Souvenirs. Geholfen wird damit Orten wie Funchal kaum: Denn Tourismus ist nach wie vor eine dringend benötigte Einnahmequelle für die Menschen vor Ort.

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Aida: Bitterer Beigeschmack

Hinterlassenschaften von Touristen-Horden oder ins Meer geleiteter Abfall sind da nur die Speerspitze des Unheils, mit dem sich Kreuzfahrt-Riesen und Passagiere ihre Urlaubsfreude selbst versalzen.

All die Probleme, die Kreuzfahrten mit sich bringen, an einem Hafen festzumachen, funktioniert so natürlich nicht. Dennoch ist das wunderschöne Schiffstreffen im Hafen von Madeira auch mit einem Fünkchen Traurigkeit versehen – und ruft vielleicht auch den ein oder anderen Gast der Aida zu bewusstem Reisen auf. Erst kürzlich bangte Sankt Peter-Ording darum, langsam „auszubluten“. Der Grund Massentourismus – und das ganz ohne Kreuzfahrtschiffe (>>>hier mehr lesen). (wip)