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Aida, „Mein Schiff“ & Co.: Reedereien schießen sich auf dieses Reiseziel ein – so etwas hat man hier noch nicht gesehen

Ein Reiseziel der vielen Kreuzfahrt-Schiffe in Deutschland stellt sich als eines der beliebtesten der Saison heraus.

Aida, "Mein Schiff" & Co
u00a9 IMAGO / Eibner

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Von Jahr zu Jahr stechen mehr Touristen in See. Kreuzfahrten werden weltweit immer beliebter. Auch immer mehr Deutsche machen Urlaub auf hoher See.

Einen bestimmten Hafen scheinen die Kreuzfahrt-Reedereien von Aida, „Mein Schiff“ und Co. besonders gern zu haben. In diesem Jahr wurde er so oft angesteuert, wie noch niemals zuvor. Doch die Zahl der Passagiere ist im Verhältnis gar nicht so hoch…

Was die Zahl der Schiffsanläufe angeht, ist bei den Kreuzfahrt-Reedereien die Corona-Krise überstanden – zumindest in Hamburg und dem Rest von Deutschland. Die Hansestadt wurde in diesem Jahr so häufig angesteuert, wie noch nie in der Geschichte der Kreuzfahrt. Sie gilt als beliebtes Start- und Endziel von Reisen der Aida-Flotte oder auch von „Mein Schiff“ und anderen Reedereien.

Aida, „Mein Schiff“ & Co.: Mehr Schiffe als jemals zuvor

Bislang hat es bereits 257 Anläufe gegeben, sagt Cruise Gate Hamburg GmbH (CGH)-Geschäftsführer Simone Maraschi am Dienstag. Bis Jahresende sollen zudem noch 41 Anläufe allein von Kreuzfahrtschiffen kommen. Das sei die bislang anlaufstärkste Saison überhaupt und übertreffe die letzte Vor-Corona-Saison 2019 um 70 Anläufe.

Allerdings hat sich die Anzahl der Kreuzfahrt-Gäste noch nicht von der Pandemie erholt. Insgesamt erwarte Hamburg in der gesamten Saison rund 750.000 Fahrgäste. 2018 hatte der Hamburger Hafen bei 220 Anläufen noch mehr als 900.000 Passagiere verzeichnet. Diese Marke könnte jedoch im kommenden Jahr geknackt werden, wobei sich Maraschi bei der Auslastung der Schiffe nicht festlegen will. Er gehe von 780.000 bis eine Million Passagiere aus.

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Aida, „Mein Schiff“ & Co.: Neuerung in Hamburg

Und auch in einem weiteren, sehr wichtigen Punkt, wollen die Reedereien in Hamburg in eine positive Zukunft steuern: im Klimaschutz. Die CHG setzt bei allen Liegeplätzen der Dampfer auf eine Landstromversorgung. In Altona gibt es diese bereits seit 2016, in Steinwerder soll sie im nächsten Jahr folgen.


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So wurde die Anlage in Altona nach CGH-Angaben in dieser Saison bei 30 Anläufen genutzt. Bei 14 Anläufen seien die Schiffe durchgängig versorgt worden, sagte Maraschi. 2023 soll bei 50 Anläufen Landstrom eingesetzt werden. „Bis zum Jahr 2025 wird Hamburg alle seine Kreuzfahrtterminals mit Landstrom ausgestattet haben“, kündigt Maraschi an.

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Landstrom gilt als ein Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität in der Schifffahrt. Auch Aida und „Mein Schiff“ rüsten ihre Schiffe damit aus. Bislang lassen viele Seeschiffe im Hafen ihre Motoren laufen, um sich mit Strom zu versorgen – mit entsprechenden Abgasen und CO2-Emissionen. Doch hoffentlich hat das im beliebten Hamburger Hafen bald ein Ende. Das würde ihn wohl noch beliebter machen, als er ohnehin schon ist. (llw mit dpa)