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Aida reagiert endlich auf Gäste-Frust – doch die sind trotzdem „stinksauer“

Aida:

Fünf spannende Fakten über den Kreuzfahrt-Riesen

Der Sommer ist schon bald vorbei und der Herbst steht unmittelbar vor der Tür. Für viele Menschen, die gerne reisen, ist das normalerweise kein Grund, auf Ausflüge und Urlaub zu verzichten. Besonders dann nicht, wenn es mit einem der vielen Kreuzfahrtanbieter wie Aida, „Mein Schiff“ und Co. in Richtung Sonne geht.

Doch viele Kreuzfahrer sind in den vergangenen Jahren skeptisch geworden. Besonders in den Wintermonaten machten Aida, „Mein Schiff“ und Co vor allem wegen der vielen Corona-Infizierten Passagiere auf sich aufmerksam. Aida Cruises will nun für mehr Sicherheit und somit auch für eine höhere Auslastung in den Wintermonaten sorgen – doch es kommen Zweifel auf.

„Aida Winterversprechen“ soll für mehr Sicherheit sorgen

Das „Aida Winterversprechen“ soll den Gästen ermöglichen, die Reise während der Winterzeit umbuchen zu können. Besondere Regelungen, die Corona-Infizierte Passagiere betreffen, sollen den Aufenthalt auf einem Schiff von Aida außerdem angenehmer gestalten.

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Das Angebot gilt für alle Reisenden, die bis zum 31. Oktober 2022 eine Kreuzfahrt mit Abfahrt vom 27. Oktober 2022 bis zum 22. April 2023 buchen.


Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2022) besteht die Flotte aus 13 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

Neben mehr Sicherheit will Aida seinen Gästen auch mehr Flexibilität garantieren.

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Aida: Umbuchung bei positiven Corona-Test

Deshalb haben Passagiere die Möglichkeit, ihre Reise bis zu 40 Tage vor Abfahrt einmal kostenfrei umzubuchen. Das beinhaltet auch einen Wechsel der Route, des Schiffs oder des Termins. Einzige Voraussetzung: Die Reise muss vor dem 22. April 2022 stattfinden.

Im Falle einer Infektion mit dem Corona-Virus bietet das „Aida Winterversprechen“ ebenfalls die Option der Umbuchung. Dies betrifft Gäste mit einem positiven Test ab sieben Tage bis maximal einen Tag vor Abfahrt des Schiffes. Dann ist eine einmalige kostenfreie Umbuchung ebenfalls inbegriffen.


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Sollten sich Passagiere während der Reise infizieren, können sie während der Isolation auf der Kabine eine Social Media Flatrate und das Filmangebot im Bordfernsehen kostenfrei nutzen.

Aida-Urlauber sind skeptisch

Ein großes Angebot also, dass Aida seinen Gästen verspricht. Doch auch wenn Aida mit seinen Möglichkeiten zur Umbuchung auf den ersten Blick kulant erscheint, sind nicht alle Passagiere überzeugt. Ein Mann musste erst kürzlich wegen einer Routenänderung nun auf das Highlight der Tour verzichten. Er zeigte sich „stinksauer“, denn eine Umbuchung wurde ihm zwar angeboten, doch einen adäquaten Ersatz seiner Reise gab es für den Urlauber nicht (MOIN.DE berichtete).

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Immer wieder fallen sogar Begriffe wie „Gewinnoptimierung“ und „Sparmaßnahmen“ im Zusammenhang mit Reiseausfällen.

Auch der Umgang mit infizierten Passagieren an Bord war erst in jüngster Vergangenheit Anlass zu heißen Debatten. „Wir bringen täglich drei Mahlzeiten inkl. einer Auswahl an Getränken zu Ihrer Kabine. Auf Wunsch sorgen wir für frische Handtücher, Bettwäsche und weitere Serviceartikel“, verspricht die Reederei. Doch einige Urlauber haben offenbar gegenteilige Erfahrungen gemacht (hier mehr dazu).

Ob Aida mit seinem „Winterversprechen“ die angekündigten Angebote und Vorteile wirklich einhält, wird sich zeigen, sobald die ersten Passagiere ihre Reisen antreten.