Büsum: Mann macht Foto in Ferienwohnung, plötzlich fallen böse Worte – „Schandfleck“

In Büsum stehen die Strandkörbe zur Abwechslung mal nicht im Sand.
In Büsum stehen die Strandkörbe zur Abwechslung mal nicht im Sand.
Foto: IMAGO / shotshop

Kein Gebäude in Büsum ist so auffällig wie das Hochhaus direkt an der Nordsee. Viele Orte an der Küste besitzen einen so markanten Bau – zum Beispiel Westerland auf Sylt mit dem Haus des Gastes oder die drei Hochhäuser in Burgtiefe auf Fehmarn. Meist wurden solche Bauten vor Jahrzehnten hochgezogen.

Mit ungefähr 85 Metern Höhe soll das Hochhaus in Büsum das höchste Wohnhaus an der Nordseeküste sein. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick auf das Meer, der wohl größte Vorteil des Anwesens, in dem es sowohl Wohnungen als auch sehr viele Ferienwohnungen gibt.

Büsum: Bild sorgt für Aufregung

Direkt an den beeindruckenden Bau grenzt der Deich an. Die feinsäuberlich aneinandergereihten Strandkörbe, die in Büsum zur Abwechslung mal auf Gras stehen, sehen aus der Ferne aus wie Miniaturen.

Den Traumhaften Ausblick aus dem Hochhaus zeigt ein Mann auf einem Bild, das er aus dem 16. Stock heraus gemacht hat. „Wetter ist nicht so schön, doch supergute Luft. Bild ist vom Balkon 16. Etage gemacht.“

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Das ist Büsum:

  • Büsum ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.
  • Der Hafenort liegt direkt an der Nordsee. Er ist seit dem 19. Jahrhundert Seebad.
  • Nach Übernachtungszahlen ist Büsum nach Sankt Peter-Ording und Westerland der drittgrößte Fremdenverkehrsort an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste.
  • Ursprünglich war Büsum eine Insel mit mehreren Dörfern, seit 1585 ist es mit dem Festland verbunden.
  • Der Ausflugs- und die Fischereihafen prägt das Ortsbild; die Büsumer Krabben sind auch überregional bekannt.

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Eine schöne Aussicht, ein schöner Urlaub, trotzdem meinen einige Menschen, plötzlich böse Worte über das Gebäude verlieren zu müssen. So heißt es von einem Mann: „Eigentlich müsste man diesen Schandfleck entfernen.“

Eine Frau aber hält dagegen: „Ich habe vor ein paar Jahren in einer tollen Wohnung mit Meerblick, glaube 12. Etage, gewohnt . Es war wirklich schön.“

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Büsum: So wird das Hochhaus bewertet

Der kleine Wolkenkratzer in Büsum scheint nicht nur das höchste Gebäude weit und breit, sondern auch das Umstrittenste zu sein. Die Meinungen fallen aber ganz klar in die Kategorie „Geschmackssache“.

So kommt das Haus mit seinen Ferienwohnungen auch in den Renzensionen bei Google eher durchschnittlich gut weg: 3.8 von 5 Sternen. „Von außen, potthässlich, wer hat nur so eine Bausünde verbrochen? Vermutlich ist der Ausblick aus einem der oberen Stockwerke diese Sünde wert“, schreibt eine Person aus Hamburg.

In einem anderen Kommentar heißt es aber wiederum: „Ich war mit meiner Frau eine Woche in Büsum in der Ferienwohnung im 12. Stock und wir waren rundum zufrieden. Gute, gepflegte Ausstattung mit viel Liebe zum Detail und einem Wahnsinnsausblick. Alles stilvoll mit persönlicher Note, sehr freundliche Vermieterin.“

Eine Frau schreibt versöhnlich: „So richtig passt er nicht in das Ortsbild. Aber irgendwie hat er etwas Interessantes und ist aus dem Büsumer Ortsbild nicht mehr wegzudenken.“

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Aushängeschild von Büsum seit 50 Jahren

Insgesamt verfügt der Wolkenkratzer aus Büsum über 22 Etagen und wurde 1972 eröffnet, feiert in diesem Jahr also den 50. Geburtstag. Sein Spitzname: „Riesenfinger“.

Optisch wird er zumindest von Außen wohl kaum einen mehr überzeugen können. Wichtiger ist aber doch eh, wie es von Innen aussieht. „Super Wohnung, unbezahlbarer Ausblick, alles Top“, schreibt eine Frau bei Google und vergibt fünf Sterne. (rg)