Camping-Fans fahren in den Irak – krass, was sofort beim ersten Halt passiert

Gleich beim ersten Halt in Kurdistan-Irak hatten die Camping-Fans eine krasse Begegnung (Symbolfoto).
Gleich beim ersten Halt in Kurdistan-Irak hatten die Camping-Fans eine krasse Begegnung (Symbolfoto).
Foto: IMAGO / Pacific Press Agency

Was tun im Winter im pandemiegeplagten Deutschland? Wer als Camping-Fan viel Zeit und Geld hat, der könnte es ja mal mit einem Trip in den Irak probieren. Ja, richtig gehört: Irak. Denn eine Fahrt in das von Kriegen in Verruf geratene Land kann sich lohnen – wenn man es richtig macht.

Während es lange verboten war, spontan dorthin zu fahren ohne vorher ein Visum bei der Botschaft zu beantragen, gibt es schon seit Jahren eine Region, wo dies gegen Bezahlung einfach bei der Einreise ausgestellt wird: Kurdistan-Irak. Dorthin begaben sich auch zwei Camping-Fans aus Krefeld in Nordrhein-Westfalen. Sie leben allerdings schon lange ohne festen Wohnsitz und betreiben einen Reiseblog, auf dem sie nun ein Video von ihrem Trip veröffentlichten.

Camping-Fans in der Sonderzone

Der kurdische Teil des Irak mit seiner Hauptstadt Erbil (Temperaturen tagsüber aktuell um die 20 Grad) ist eine Sonderzone in dem Land. So besitzt diese zum Beispiel ein eigenes Parlament. Wer als ausländischer Tourist hingegen versucht, aus der autonomen Region Kurdistan ohne Visum rüber in den „normalen“ Irak zu fahren, der kann Probleme mit den Grenzern bekommen und zurückgeschickt werden.

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Jan und Silke Neumann machten sich mit einem VW-Kombi aus der Türkei auf den Weg nach Kurdistan-Irak. Der Teil des Landes gilt allgemeinhin als ziemlich sicher, auch wenn viele etwas anderes über das Land denken. So teilt zum Beispiel auch das Auswärtige Amt mit: „Vor Reisen nach Irak wird mit Ausnahme der Region Kurdistan-Irak gewarnt.“

Die Menschen dort gelten zudem als sehr gastfreundlich. Das erlebten auch die beiden Camping- und Reisefans aus NRW sofort bei der Einreise. So erzählt Silke Neumann in dem Video über ihren Trip: „Bezahlen durften wir auch nicht alles selber. Wir haben Geld geschenkt gekriegt. Ich habe keine Ahnung, wie viel, das ging so schnell. Für irgendwelche Gebühren, wo wir nicht genug irakisches Geld hatten.“

Eine Überraschung erlebten die beiden auch an der ersten Tankstelle nach der Grenze: Dort bekamen sie eine ganze Tüte voller Eis, kalten Getränken und Süßigkeiten geschenkt. Hat jemand so etwas schon mal in Deutschland erlebt? Wohl eher kaum.

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Camping-Urlaub angesagt wie nie – das steckt dahinter:

  • Der Begriff Camping umfasst eine sehr breite Spanne von Aktivitäten.
  • Ihnen allen ist gemeinsam, nicht in Gebäuden zu übernachten, sondern in der Natur.
  • Die Urlauber schlafen in Zelten, Hängematten, Wohnwagen oder Wohnmobilen, in Dachzelten oder ausgebauten Vans.
  • Wird in Zelten gecampt, so spricht man auch von Zelten.
  • Camping wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär und ist mittlerweile eine weitverbreitete Urlaubs- und Reiseform.

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Camping: Große Gastfreundschaft in Kurdistan-Irak

Und es folgten beim Aufenthalt in der Region noch weitere Erlebnisse dieser Art. So schreiben die Neumanns auf ihrem Blog „TraveLove“: „Wir haben es tagtäglich gezeigt bekommen, wie willkommen wir sind: Da wird der Einkauf im Supermarkt vom Kunden vor einem bezahlt, an der roten Ampel vom Nachbarauto aus ein `Willkommen` zugerufen, beim Überholvorgang fotografiert und gewunken.“

Camping Kurdistan

Fremde würden sich täglich erkundigen, ob man Hilfe brauche. Auch im Iran hatten beide schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

Viele ihrer Touren auf Weltreise absolvierten die beiden Camping-Fans mit ihrem VW T4. „Wir haben kein Allrad und brauchen auch keins, wir kommen auch ohne 4×4 quer durch die Wüste Gobi oder auf Schnee und Eis durch Sibirien.“ Ihr Tipp: Das Geld lieber in Sprit als in Schnick-Schnack für das Auto investieren. „Was nicht dran ist, kann auch nicht kaputt gehen.“

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Für den Trip in den Irak griffen die Camping-Fans zu einem VW Passat Variant 35i, Baujahr 1991, in dem es sich auch schlafen lässt und der mit Autogas fahren kann. Übernachtet haben die Weltreisenden im Irak jedoch in Hotels, außerdem verbrachten sie Zeit bei Einheimischen.

Mehr über die Trips der Camping-Fans kannst du >>> hier lesen. (rg)