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Camping-Neulinge benehmen sich daneben – Mann platzt daraufhin der Kragen

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Tipps und Tricks für Anfänger

Im Sommer 2022 ist Camping-Urlaub wieder mal sehr angesagt. Auch viele junge Menschen entdecken die Urlaubsform für sich, reisen im Van, mit Wohnwagen, Wohnmobil oder mit dem Zelt durch Deutschland.

Einem Mann platzt deswegen jetzt so richtig der Kragen. Er findet, der „Camping-Boom“ habe extrem negative Folgen – und machte seinem Ärger Luft.

Camping-Urlauber: „Immer mehr Respektlosigkeit“

„Auf den Campingplätzen herrscht immer mehr Respektlosigkeit, Unfreundlichkeit, schlechtes Benehmen, und Gleichgültigkeit“, sagt der Mann, der selber Camper ist. Für ihn ist klar: „Camping sollte für Jedermann und -frau Erholung bedeuten! Das heißt Rücksichtnahme und Respekt vor anderen Wünschen.“

Für den Mann ist klar, wer Schuld hat: Neu-Camper. „Dieser Camping -Boom, mit den vielen neuen Campern, hat unheimlich negative Folgen für diese Urlaubsform und nimmt einem immer mehr die Freude an diesem Hobby!“ Er geht sogar noch weiter und schiebt die Schuld der gesamten jungen Generation in die Schuhe: „Was ist das für eine Generation, ohne Respekt und Benehmen, welche diese Urlaubsform überrollt?“

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Junge Camper schlagen ihr Zelt auf. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa/BELGA | Nicolas Maeterlinck

Das sind beliebte Camping-Plätze im Norden:

  • Nordsee-Camping zum Seehund (Schleswig-Holstein)
  • Röder’s Park in der Lüneburger Heide (Niedersachsen)
  • Campingplatz Emstal (Niedersachsen)
  • Rosenfelder Strand Ostsee Camping (Schleswig-Holstein)
  • Naturcamping Spitzenort (Schleswig-Holstein)

Seiner Meinung nach würden sich die überwiegend jungen Neu-Camper unmöglich verhalten: „Man geht über anderer Leute Stellplätze, sagt nicht ‚Guten Morgen‘, hält keine Ruhezeiten ein, kümmert sich nicht um seine Kinder, hinterlässt schmutzige Waschräume und Toiletten, stellt sich viel zu nahe an andere Mobile, pinkelt nachts auf Stellplätze, und meint, das ab 6.00 Uhr morgens alle Camper aufstehen sollten“, gibt er zu Protokoll. Harte Anschuldigungen, die nicht nur Zustimmung finden.

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Camping: „da vergeht es einem gleich wieder“

Sein Statement hat eine hitzige Diskussion auf Facebook ausgelöst. Nicht wenige Menschen teilen die Ansichten des Mannes. So schreibt eine Frau sie habe „die gleiche Erfahrung“ gemacht, und sei froh, dass es noch Plätze gebe, auf denen es noch „wie früher“ sei. Damit meint sie offenbar, das Fernbleiben „respektloser“ Gäste.

„Was ist verwerflich, wenn einer neu anfängt“, schreibt hingegen ein Mann. Er hat offenbar nichts gegen Camping-Neulinge. Die Meinung, die junge Generation grüße nicht, kann er nicht teilen: „Ehrlich sind mir bisher mehr Ältere ‚Ü50‘ entgegen gekommen, die einfach nicht zurückgrüßen. Da kann man schon verstehen, dass man es irgendwann leid ist.“


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Auch einer der vielkritisierten Camping-Neulinge beteiligt sich an der Diskussion: „Wenn man in der Gruppe hier von Anfang an voll gesülzt wird von irgendwelchen ‚Camping-Profis‘, die der Meinung sind alles zu wissen, vergeht es einem gleich wieder“, findet er. „Leute ich bin eigentlich der Auffassung, das Camper eine große Familie sind und sich gegenseitig respektieren und zusammen halten“, heißt es weiter.

Ein Mann meint, eine (humorvolle) Lösung für all den Frust gefunden zu haben: „Deshalb gehe ich auf einen nackigen Campingplatz. Erstens ist das viel angenehmer, ohne kneifende Kleider, dann ist dort ein völlig anderes Publikum. Mit viel mehr Respekt und Etikette“. Vielleicht ist ja ein FKK-Camping-Platz eine Alternative für den Mann, dem durch Camping-Neulinge die Camping-Lust vergeht? Wohl eher nicht – und die Diskussion darum scheint vorerst kein Ende zu finden…