Elbe: Mann nimmt Stein aus dem Fluss – und verbrennt sich schwer! HIER ist seine Warnung

Die Elbe – eigentlich ein harmloses Gewässer
Die Elbe – eigentlich ein harmloses Gewässer
Foto: imago images/Christian Ohde

Ein Mann hat eine Warnung, vielleicht kommt sie für einige überraschend. Er schreibt auf Facebook: „Bitte achtet darauf, an der Elbe keine Steine mitzunehmen!“

An seinen Beiträg hängt er Fotos von seiner Hand an. Die Bilder zeigen schmerzhafte Verbrennungen. Und die hat ein vermeintlich harmloser Stein verursacht, den der Mann an der Elbe gefunden hatte.

Elbe: Phosphor entflammt sich sehr schnell

Neben den Fotos von dem Finger hat er weitere geteilt. Darauf zu sehen: ein angekokelter Stein sowie ein Pullover, der angebrannt ist. Aus dem kaputten Stoff steigt leichter Rauch auf.

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Ja. Der Grund ist Phosphor. „Phosphor sieht auf wie Bernstein und entflammt sich sehr leicht! Passt auf!“, schreibt der Mann.

Elbe: Vom Meeresgrund an Strände und Ufer gespült

Verbrennungen durch Phosphor sind sehr gefährlich. Leider kommen sie immer wieder vor. Zum Beispiel weil jemand denkt, er hätte Bernstein gefunden, sich der Brocken in der Jackentasche aber plötzlich entzündet, weil es weißer Phosphor war.

Die Feuerwehr rät deshalb, Steine immer nur in feuerfesten Gefäßen zu sammeln.

Wenn Phosphor trocknet, verbindet er sich mit Sauerstoff und entzündet sich bei Temperaturen zwischen 20 und 40 Grad selbst. Die Flammen sind mit 1.300 Grad extrem heiß. Löschen lassen sie sich nur, indem man Sand darüberwirft oder mit besonderen Feuerlöschern. Wasser hilft in diesem Fall nicht.

Elbe: Bestandteil von Brandbomben aus dem Zweiten Weltkrieg

Doch wie kommt der Phosphor überhaupt ans Elbufer? Weißer Phosphor war im Zweiten Weltkrieg Bestandteil von Brandbomben, die über der Ostsee abgeworfen wurden. Einzelne Stücke werden bis heute an die Strände gespült.

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Das ist die Elbe:

  • Die Elbe entspringt im tschechischen Riesengebirge
  • Bei Cuxhaven mündet die Elbe in die Nordsee
  • Die Elbe besitzt eine Gesamtlänge von 1.094 Kilometern
  • Die Elbe ist der vierzehntlängste Fluss in Europa
  • Die Elbe fließt in Deutschland durch die Landeshauptstädte Dresden, Magdeburg und Hamburg
  • Die Elbe bildete bis 1989 auf 94 Kilometern die innerdeutsche Grenze

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Gemäß NDR schätzen Experten, dass bis zu 1,3 Millionen Tonnen phosphorhaltige Munition auf dem Grund der Nordsee sowie 300.000 Tonnen in der Ostsee liegen. Mittlerweile sind viele Stahlmäntel der Geschosse auf dem Meeresgrund durchgerostet und die Überreste werden an die Küsten gespült.

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Es dürfte also leider noch so mancher Phosphor an die Strände im Norden und ans Elbufer gespült werden.

Elbe: Mann möchte anderen Schmerzen ersparen

Der Mann auf Facebook bittet darum, den Beitrag zu teilen, um Kollegen, Mitmenschen und Familien vor den Schmerzen und Verbrennungen zu bewahren. Diesem Aufruf sind schon Hunderte gefolgt.

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Weitere News aus dem Norden:

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Auch an der Ostsee kommt es immer wieder zu Phosphor-Funden. MOIN.DE hat bereits darüber berichtet. Was die Feuerwehr empfiehlt und wo es weitere Hilfe gibt, erfährst du >>> hier. (kbm)