Fehmarn: Ärger auf der Insel! Fünf Buden am Hafen sorgen für mächtig Zoff

Der Hafen von Burgstaaken auf der Insel Fehmarn.
Der Hafen von Burgstaaken auf der Insel Fehmarn.
Foto: picture alliance/dpa | Markus Scholz

Viel Aufregung hat es auf der Sitzung eines Fachausschusses auf der Ostsee-Insel Fehmarn gegeben.

Der Grund dafür: Fünf kleine Buden am Hafen von Burgstaaken auf Fehmarn sorgten für Zoff in der vergangenen Sitzung.

Fehmarn: Aufregung in der Sitzung

Auf einer sogenannten Sondernutzungsfläche am Hafen Burgstaaken durften von Frühjahr bis Herbst erstmalig in diesem Jahr fünf Budenbetreiber ihre Stände aufstellen. Die verschiedenen Betreiber hatten zuvor eine Genehmigung der Stadtverwaltung erhalten.

Nun wollte der Stadtwerke- und Hafenausschuss darüber entscheiden, wer dort auch im Jahr 2022 seinen Stand aufstellen darf.

Die Stadtverwaltung hatte in der Sitzung vorgeschlagen, für das kommende Jahr an der bestehenden Regelung von 2021 festzuhalten und den Budenbesitzern eine weitere Genehmigung zu erteilen, berichtete „Fehmarn24.de“.

+++ Rügen: Dieser Ort ist nichts für schwache Nerven! „Beeindruckend und bedrückend“ +++

-------------------

Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

-------------------

Doch die Stände auf der Sondernutzungsfläche sind einigen wohl ein Dorn im Auge. Viele Ausschussmitglieder sprachen sich gegen den Vorschlag aus und kritisierten die Stadtverwaltung. Einige von ihnen sind selbst Gewerbetreibende in Burgstaaken und fürchten offenbar die Konkurrenz durch die Buden.

Fehmarn: Wer entscheidet die Zukunft von den Ständen?

Jan Inkens (CDU), Vorsitzender des Gewerbevereins Burgstaaken, argumentierte, dass der genutzte Bereich eigentlich als Veranstaltungsfläche gedacht sei. Ein Hafenfest, wie es durch die Essbuden angedeutet wird, sei laut Tourismusdirektor Oliver Behncke zudem nicht mehr gewollt. „Jeder Stand bremst uns“, so Inkens.

---------------

Mehr News von Fehmarn:

---------------

Marianne Unger von der SPD ist anderer Meinung, heißt es bei „Fehmarn24.de“. Sie sieht in den Ständen ein zusätzliches Angebot, das nicht in Konkurrenz steht zu den in Burgstaaken ansässigen Gewerbebetrieben. Es würde vielmehr auch zu einer Entzerrung beitragen. Wer Hunger habe, müsste dann nicht so oft in der Schlange stehen, so Unger.

Wann der Ausschuss seine Entscheidung über die Zukunft der Buden trifft, steht noch nicht fest. Die nächste reguläre Sitzung findet erst im März statt.

Da die Strandbetreiber jedoch bereits früher eine Zu- oder Absage benötigen, pocht Fachbereichsleiter Benjamin May jetzt auf eine interfraktionelle Absprache. (mae)