Ferien an der Ostsee: Frau stellt eine Frage – mit DIESEN Reaktionen hat sie nicht gerechnet

Um doch noch Urlaub an der Ostsee machen zu können, hat eine Frau eine nicht ganz ernstgemeinte Frage gestellt. Doch das ging nach hinten los (Symbolbild).
Um doch noch Urlaub an der Ostsee machen zu können, hat eine Frau eine nicht ganz ernstgemeinte Frage gestellt. Doch das ging nach hinten los (Symbolbild).
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Der Start der Modellregion innere Lübecker Bucht an der Ostsee liegt gerade auf unbestimmte Zeit auf Eis. Wegen steigender Inzidenzwerte wurde die geplante Öffnung des Tourismus abgebrochen (MOIN.DE berichtete), schlechte Karten für die Ferien. Andere Regionen planen hingegen weiter eifrig den langersehnten Start.

Aufgrund der Ungewissheit richtet sich eine Frau mit einen Aufruf an Mitglieder einer Küstengruppe auf Facebook, um die Ferien an der Ostsee vielleicht trotzdem noch möglich zu machen.

Ferien an der Ostee: Frau macht kleinen Scherz, der ausartet

Auf Nachfrage von MOIN.DE erklärt uns die Mutter, dass sie eigentlich schon im November mit ihrem Sohn Urlaub machen wollte. Nun wollte sie Ende Mai den zweiten Versuch starten und nach Niendorf an die Ostsee reisen, aber ihr Vermieter teilte ihr mit, dass auch er Bedenken habe, dass das zu diesem Zeitraum klappen wird.

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Deshalb richtet sie sich an die Facebook-Gruppe und fragt eher scherzhaft, ob nicht jemand sie und ihren Sohn privat adoptieren möchte:

„Wer kann mich und meinen Sohn vom 26.5. Bis 5.6. adoptieren? Wollten eigentlich zehn Tage Urlaub machen in Niendorf. Sehe da aber schwarz, dass das Beherbergungsverbot ab dem 10.5. aufgehoben wird.“

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Und mit dem, was dann geschieht, hat die Mutter bestimmt nicht gerechnet: Über 200 Kommentare reihen sich unter den Beitrag in der Küstengruppe.

Dass viele Menschen derzeit akut gereizt sind, kann man zwar verstehen, aber dieser kleine Scherz entpuppte sich schnell zu einer riesigen Diskussion und ein Küstenbewohner fühlte sich sogar ziemlich provoziert.

Ein Mann verweist beispielsweise auf die aktuelle Pandemieverordnung und fügt hinzu: „Das hat nichts mit Spaß zu tun! Wenn du lachen willst über solche Themen, dann gehe doch bitte in eine andere Gruppe!“

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Und er begründet auch seine Aufgebrachtheit: „Wir an der Küste sind doch eigentlich sogar mehr gebeutelt als die Urlauber. Die sind nach 14 Tagen weg, wir müssen hier leben! Uns fragt auch keiner ob das so cool ist in der Pandemie.“

Dabei beeinflusst er auch manch anderen. Eine Frau schreibt beispielsweise: „Ich lebe auch von den Urlaubern, sehe es aber trotzdem mit gemischten Gefühlen.“ Und eine andere fügt hinzu: „Aber manche wollen keine Urlauber, weil sie glauben die Küste gehört nur denen, die dort wohnen.“

Ob diese negativen Reaktionen wirklich nötig sind, sei mal dahin gestellt. Allerdings stehen auch viele auf der Seite der Mutter und erkennen von Anfang an, dass es ein kleiner Scherz am Rande gewesen ist.

Weitere Kommentare in der Gruppe sind:

  • „Corona scheint jede Spaßbremse hervor zu holen, die es in der Gruppe gibt.“
  • „Ich kann die Ängste der Meer-Bewohner ja auch verstehen. Aber Nadine hat doch wirklich nur ihr Bekümmern ausgedrückt. Seid doch nett bitte!“
  • „Also ich habe es direkt als Spaß verstanden. Hat für mich gar nichts mit Provokation zu tun.“

Die Beitragstellerin kann es jedenfalls gar nicht glauben, dass dieser kleine Text so viel Wirbel erzeugt hat: „Mit solchen hitzigen Diskussionen und Reaktionen habe ich nicht gerechnet. Es sollte als kleine Aufmunterung dienen.“

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Es bleibt nur zu hoffen, dass die Modellregion Lübecker Bucht bald starten kann und Menschen wie die Mutter und ihr Sohn den Urlaub genießen können. (pag)