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Flensburg: Betrüger zocken Retner ab – mit dieser Masche ergaunerten sie 100.000 Euro!

Flensburg: Betrüger zocken Retner ab – mit dieser Masche ergaunerten sie 100.000 Euro!

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Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

5G-Netze, Bill Gates, ein Laborunfall in Wuhan: Um den Ursprung von Covid-19 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Für Experten ist das keine Überraschung. In Krisen geben sie einigen Menschen demnach zumindest ein Gefühl von Kontrolle zurück.

Ein unglaublicher Vorfall sorgte in Flensburg für Aufsehen unter den Einwohnern.

Ein Rentner aus Flensburg wurde um 100.000 Euro betrogen. Wie konnte das passieren?

Flensburg: Ein Anruf veränderte alles

Die Flensburger Polizei berichtet in einer Mitteilung von dem Betrug. Am Dienstag sei ein Rentner in der Stadt zum Opfer eines falschen Bankmitarbeiters geworden.

„Der Mann erhielt am Nachmittag einen Anruf eines angeblichen Sicherheitsbeauftragten seiner Bank“, schreibt die Polizei.

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Das ist Flensburg:

  • Die kreisfreie Stadt Flensburg ist nach Kiel und Lübeck die drittgrößte Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein
  • Flensburg liegt am Ende der Flensburger Förde, dem westlichsten Punkt der Ostsee, und an der nördlichen Grenze der Halbinsel Angeln
  • Die Hafenstadt gliedert sich in 13 Stadtteile und 38 statistische Bezirke
  • In Flensburg leben rund 90.000 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Die Stadt liegt direkt an der dänischen Grenze und galt lange Zeit als Zentrum der dänischen Minderheit. Heute leben rund 2.300 Dänen in Flensburg (Stand: Dezember 2019)
  • Bundesweit bekannt ist die Stadt vor allem durch die vom Kraftfahrt-Bundesamt gespeicherten „Punkte in Flensburg“

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Opfer in Flensburg verlor viel Geld

Der vermeintliche Sicherheitsbeauftragte habe angeblich ungewöhnliche Kontoaktivitäten bei dem Rentner festgestellt. „Das 79 Jahre alte Opfer meldete sich beim Onlinebanking an und gewährte dem Anrufer Zugriff, in dem Glauben, dass die Überweisungen rückgängig gemacht würden.“

Doch das war nicht der Fall. Der Täter nutzte die Gutgläubigkeit des Rentners aus und habe Geld an verschiedene Konten „in Höhe von über 100.000 Euro“ überwiesen.

Der Betrüger habe dem Opfer anschließend versichert, dass die Polizei sich bald bei ihm melden würde. Als diese das nicht tat, rief der Rentner schließlich selbst bei der Polizeistation an und der Betrug flog auf.

Menschen ärgern sich über Tat in Flensburg

In den Kommentaren unter dem Facebook Beitrag ärgern sich viele über den Täter. „Das ist eine Sauerei“, schreibt eine Frau und fügt hinzu, dass das eine Frechheit sei.

Ein Mann regt sich auch darüber auf, dass die Täter härter bestraft werden sollten: „Wer einen alten Menschen so mutwillig täuscht, der gehört weggesperrt.“

Ein anderer stellt fest, dass vor diesen Betrügern viel gewarnt werde, trotzdem geschehe es „immer und immer wieder.“

Auf Rügen wurde zuletzt mit einem ähnlichen Trick ein Mann um sein Vermögen gebracht (hier mehr dazu). Und auch in Hamburg steigen die Fallzahlen, sodass die Polizei jetzt zu irren Maßnahmen greift.

Dazu rät die Polizei in Flensburg

Die Flensburger Polizei warnt in ihrem Facebook Beitrag eindringlich: „Fremden keine Angaben über das Vermögen zu machen und niemandem Zugriff auf das eigene Konto zu gewähren. Teilen Sie niemals Ihre Passwörter und Zugangsdaten mit. Banken nehmen keine Fernzugriffe auf das Onlinebanking vor.“

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In dem Fall des 79-Jährigen habe die Polizei die Ermittlungen nun aufgenommen. (fk)