Flensburg: Riesige Debatte um dieses Verbot – jetzt wurde es vorübergehend aufgehoben

Die Altstadt von Flensburg.
Die Altstadt von Flensburg.
Foto: IMAGO / Lars Berg

Hitzige Debatte in Flensburg!

Am Donnerstagabend (29. April) hat die Ratsversammlung mit deutlicher Mehrheit beschlossen, ein Verbot aufzuheben. Besonders die Gastronomen in Flensburg dürfte das freuen.

Flensburg: Hitzige Debatte um dieses Verbot

Beschlossen wurde, dass Restaurants und Cafés in ihren Außenbereichen nun doch Heizstrahler aufstellen dürfen. Bisher war gemäß der sogenannten Sondernutzungssatzung der Stadt Flensburg dies in bestimmten Gebieten verboten.

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Durch den Beschluss der Ratsversammlung ist jetzt auch in der Innenstadt die Nutzung von CO2-freien Heizgeräten ganzjährig zulässig. Zu den Geräten gehören auch die elektrisch betrieben Infrarot-Heizstrahler.

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Das ist Flensburg:

  • Die kreisfreie Stadt Flensburg ist nach Kiel und Lübeck die drittgrößte Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein
  • Flensburg liegt am Ende der Flensburger Förde, dem westlichsten Punkt der Ostsee, und an der nördlichen Grenze der Halbinsel Angeln
  • Die Hafenstadt gliedert sich in 13 Stadtteile und 38 statistische Bezirke
  • In Flensburg leben rund 90.000 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Die Stadt liegt direkt an der dänischen Grenze und galt lange Zeit als Zentrum der dänischen Minderheit. Heute leben rund 2.300 Dänen in Flensburg (Stand: Dezember 2019)
  • Bundesweit bekannt ist die Stadt vor allem durch die vom Kraftfahrt-Bundesamt gespeicherten „Punkte in Flensburg“

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Flensburg: „Ihr gilt die Solidarität der ganzen Stadt

Im vergangenen Jahr waren einige Initiativen in Flensburg für den Heizstrahler-Einsatz gescheitert. Dementsprechend gab es auch in der diesjährigen Ratsversammlung eine emotionale Debatte.

CDU-Ratsherr Roland Hartmann bemühte sich besonders, das Verbot aufzuheben. Der Politiker warb eindringlich für die Zulassung von Heizpilzen und missbilligte die bisherige Ungleichbehandlung von Gastronomen im Kern- und im sonstigen Gebiet der Stadt Flensburg.

„Der darniederliegenden Gastronomiebranche muss umgehend geholfen werden. Ihr gilt die Solidarität der ganzen Stadt“, so Hartmann in der Pressemitteilung der CDU Flensburg.

Flensburg: Kritik von den Grünen

Doch es gab auch reichlich Kritik – allen voran von den Grünen. „Wir dürfen die Corona-Krise nicht gegen die Klima-Krise ausspielen. Jeder Heizstrahler löst Umweltschäden aus“, betonte ihr Fraktionschef Clemens Schmidt.

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Es ließe sich de facto nicht kontrollieren, mit welchem Strom und überhaupt welche Art von Heizstrahlern betrieben würden.

Eine hitzige Debatte, die endlich ihr Ende nahm. Darüber freuen sich sicherlich die vielen Gastronomen in Flensburg. (oa)