„Friesland“-Krimi: Zuschauer in heftiger Debatte – ist IHRE Rolle überflüssig?

Jens Jensen (Florian Lukas) und Süher Özlügül (Sophie Dal) in „Friesland: Irrfeuer“.
Jens Jensen (Florian Lukas) und Süher Özlügül (Sophie Dal) in „Friesland: Irrfeuer“.
Foto: picture alliance / Martin Valentin Menke/ZDF/dpa

Friesland“ ist eine Krimi-Reihe, die bisher in ihrem Genre gut mithalten kann und sich großer Beliebtheit erfreut. Wie auch bei „Nord bei Nordwest“, wimmelt es in der Provinz der ostfriesischen Kleinststadt Leer nur so vor skurrilen Charakteren und regelmäßigen Verbrechen.

Mittlerweile gibt es „Friesland“ seit 15 Episoden. Neben Gastauftritten, die für Unmut unter den Fans sorgten (>>> hier mehr lesen), gab es vor zwei Jahren einen festen Neuzugang, der noch immer für gespaltene Meinungen unter den Fans sorgt.

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„Friesland“: Werbe-Ikone im Erfolgs-Krimi

Sie gehört mittlerweile zu den bekanntesten Werbegesichtern Deutschlands – in humorvollen Clips sucht sie als „Ingrid“ neue Arbeitsstellen und nebenbei blumige Oberteile – und außerdem den Mann fürs Leben.

Die Schauspielerin, die eigentlich Tina Pfurr heißt, stand für die Online-Jobbörse Indeed vor der Kamera und wird mittlerweile sogar auf der Straße mit „Ingrid“ angesprochen. Neben ihrer Karriere als Werbe-Ikone ist die Wahl-Berlinerin allerdings auch auf Theater-Bühnen und in Fernseh-Produktionen zuhause.

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Das ist der „Friesland“-Krimi:

  • Die erste Folge des „Friesland“-Krimis wurde 2014 ausgestrahlt, seit dem läuft die Serie in unregelmäßigen Abständen im ZDF
  • Seit Folge sechs ermittelt das Polizistenduo Süher Özlügü (Sophie Dal) und Henk Cassens (Maxim Mehmet) gemeinsam in Leer in Ostfriesland
  • Gedreht wird die Serie im Landkreis Leer sowie in anderen Orten in Ostfriesland, im Emsland und in Köln
  • Neue Folgen laufen im ZDF immer zur Primetime um 20.15 Uhr

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In „Friesland“ leiht sie seit 2020 der Apotheken-Mitarbeiterin Melanie Harms Körper und Stimme.

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Angst um „Friesland“

Neuzugang Pfurr schafft es nicht nur, bei der Aufklärung von Kriminalfällen zu helfen, sie sorgt auch für heftige Auseinandersetzungen in Fan-Kreisen. Man müsse schauen, ob man sich an „Ingrid“ gewöhnen könne, heißt es in einer einschlägigen Fan-Gruppe auf Facebook.

Schnell wird klar, dass die Meinungen der Zuschauer zur Neubesetzung deutlich auseinander gehen. Der Stichwortgeber einer heißen Diskussion um Pfurrs Rolle ist der Meinung, die Werbe-Vergangenheit der Schauspielerin erschwere die Akzeptanz der Rolle im Serien-Gefüge.

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„Friesland“: Alle gegen Ingrid

Auch optisch passe sie „nicht so recht in die eingespielte Truppe“, heißt es. Einige Fans teilen sogar die Sorge, dass die Figur der Melanie Harms Insa Scherzinger ersetzen könnte – für viele eine grauenhafte Vorstellung.

„Ich finde die Rolle einfach überflüssig – ohne Sinn und Verstand!“ meint sogar ein „Friesland“-Fan. „Vielleicht hätte man ihr besser einen anderen Job gegeben“ meint ein anderer und spielt unverhohlen hämisch auf die Werbeclips von Indeed an.

Klare Meinung zu „Friesland“

Zuletzt bekommt aber weniger Tina Pfurr alias Melanie Harms Gegenwind, sondern vielmehr ihre Kritiker. Eine überwältigende Mehrheit ist sich sicher: Die Figur der Apothekenhelferin passt ausgesprochen gut zu „Friesland“.

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Viele Fans sind sich einig: „Eine Bereicherung für die Serie“, „Sie passt richtig gut dazu“ oder „Ich finde die passt super und spielt ihre Rolle perfekt“ sind deutliche Kommentare, die reichlich Zustimmung erhalten.

Kritiker am „frischen Wind“ in Person von Melanie Harms werden gar als „ewige Nörgler“ abgekanzelt. „Bei jeder Veränderung wird gemeckert. Der Wandel gehört doch zum Leben.“ meint ein Zuschauer und räumt mit seinem Beitrag so richtig ab. Der Einstand von Tina Pfurr bei „Friesland scheint jedenfalls gemeistert – und Kritik ist manchmal sogar die beste Werbung. (wip)