Kiel: Haftbefehl gegen Tatverdächtigen – nun finden Ermittler diese Hinweise

Markierungen von Polizeitauchern sind am Hafen mit Farbe auf den Boden gesprüht. Im Zusammenhang mit den Todesschüssen von Dänischenhagen und Kiel haben Taucher Waffenteile im Hafenbecken der Stadt gefunden.
Markierungen von Polizeitauchern sind am Hafen mit Farbe auf den Boden gesprüht. Im Zusammenhang mit den Todesschüssen von Dänischenhagen und Kiel haben Taucher Waffenteile im Hafenbecken der Stadt gefunden.
Foto: picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt

Was sich am Mittwoch in Kiel ereignet hat, kennt man sonst nur aus dem Krimi. Drei Menschen wurden getötet und der Tatverdächtige war zeitweise flüchtig.

Nun wurde der Verdächtige dem Haftrichter in Kiel vorgeführt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Kiel: Dreifach Mord sorgt weiterhin für Unverständnis

Im Ort Dänischhagen fielen Mitte der Woche Schüsse und zwei Leichen wurden gefunden. Der Täter war zunächst auf der Flucht. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) war vor Ort. Bis in den Abend wurde das Stadtgebiet nach dem Flüchtigen abgesucht.

Die Polizei sprach von einer Gefahr für die Öffentlichkeit. Letztlich wurde ein Tatverdächtiger am Mittwochabend in Hamburg gestellt. Es handelt sich um den getrennt lebendenden Ehemann der getöteten Frau.

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Dann die nächste Schockmeldung: Eine dritte Leiche mit Schussverletzungen sei in der Nacht zum Donnerstag gefunden worden, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Tote stamme aus dem persönlichen Umfeld des mutmaßlichen Täters.

Mutmaßlicher Täter wird in Kiel Haftrichter vorgeführt

Zum Motiv und den weiteren Hintergründen ermitteln derzeit die Beamten. Am Donnerstag wurde der 47-Jährige einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ antragsgemäß einen Haftbefehl, demnach befindet sich der Verdächtige aktuell in einer Justizvollzugsanstalt.

Die Reihenfolge, in der die 43-Jährige und der 53-Jährigen in Dänischenhagen und der 52-Jährige in Kiel getötet wurden, konnte noch nicht abschließend ermittelt werden.

Taucher in Eckernförde finden weitere Hinweise

Bislang wurde außerdem das Haus des Verdächtigen durchsucht, in dem man einige Waffen und weiter Gegenstände sicher stellen konnte, die derzeit näher untersucht werden. Der Mann sei nämlich Jäger. NS-Devotionalien, die eine strafrechtliche Relevanz haben könnten, fanden die Ermittler nicht.

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Heute Nachmittag suchten Polizeitaucher nach Waffenteilen im Stadthafen von Eckernförde. Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass Teile einer Tatwaffe im Hafenbecken versenkt wurden.

Die Polizeitaucher fanden mehrere Waffenteile, die vermutlich der Tat zugeordnet werden können und kriminaltechnisch untersucht werden müssen.

(lh/mik/pag)