Kiel: Diese Hündin ging durch die Hölle – sie wurde jahrelang missbraucht

Eine Hundedame aus Kiel hat ein übles Schicksal erlitten (Symbolbild).
Eine Hundedame aus Kiel hat ein übles Schicksal erlitten (Symbolbild).
Foto: picture alliance / dpa | Jens-Ulrich Koch / IMAGO / agefotostock (Montage: MOIN.DE)

Es ist ein unfassbar trauriges und schockierendes Schicksal, das die Hündin „Bella“ durchleben musste. Unter anderem in Kiel soll dem Vierbeiner Grässliches angetan worden sein.

Von Kiel aus soll das arme Tier immer weiter in den Norden gereicht worden sein. Auch in Flensburg und Hamburg soll „Bella“ misshandelt worden sein.

Kiel: Hündin von Züchter zu Züchter gereicht

Die acht Jahre alte Hündin soll laut dem „SHZ“ als Gebärmaschine missbraucht worden sein. Wie viele Welpen sie insgesamt zur Welt brachte, sei unklar. Was bekannt sei, ist, dass sie von zwei Züchtern in Hamburg gehalten und von dort aus weiter in den Norden verkauft wurde.

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Das ist Kiel:

  • Kiel ist Landeshauptstadt und auch bevölkerungsreichste Stadt von Schleswig-Holstein
  • Hier leben rund 246.300 Menschen
  • Die Stadt ist ein bedeutender Stützpunkt der Marine
  • Kiel ist bekannt für den Handballverein THW Kiel und den Fußballclub Holstein Kiel
  • Jährlich lockt die Kieler Woche viele Besucher an

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Als die Old English Bulldog Dame gefunden wurde, sei sie hochträchtig gewesen. Das Gesäuge habe ihr bis zum Boden gehangen und die Wohnung, in der sie eingesperrt war, sei von Fäkalien verschmutzt gewesen.

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Yvonne Wiegers-von Wegner, Vorsitzende des Tierschutzvereins Schleswig, beschreibt den Zustand der Hündin zu diesem Zeitpunkt: „Sie sah furchtbar aus.“ Außerdem sei sie von einem größeren Rüden gedeckt worden, was eine Gefahr für Hündin und Welpen ist.

Leider ist „Bellas“ Schicksal kein Einzelfall. Sogenannte „Wohnzimmerzüchter“ gebe es viele, berichtet der „SHZ.“ Sie würden Hündinnen suchen, sie von Rüden decken lassen und anschließend die Welpen verkaufen. Dabei ginge es nur um Profit. Das Wohl der Hündinnen sei keine Priorität. Sie würden beispielsweise kaum Auslauf bekommen.

Eine Veterinärin im Kreis Rendsburg-Eckernförde warnt: „Es ist jedoch zu befürchten, dass durch die steigende Nachfrage nach Rassenhunde- und Katzenwelpen seit Pandemiebeginn vermehrt ‚Wohnzimmerzüchter‘ hinzukommen werden.“

Kiel: Happy End für „Bella“

Immerhin gab es für „Bella“ ein Happy End. Nachdem sie in einem Tierheim in geschützter Umgebung ihre Welpen zur Welt bringen konnte und anschließend kastriert wurde, sei sie adoptiert worden.

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In ihrer neuen Familie fühle sie sich sehr wohl. Sie liebe es beispielsweise, in der Sonne zu liegen. Hoffentlich lassen viele Sonnenstrahlen und ein Zuhause zum Wohlfühlen die schweren Jahre schnell vergessen. (fk)