Landtagswahl Schleswig-Holstein: Die CDU um Daniel Günther feiert – und blamiert sich dabei so richtig

Daniel Günther legte einen eindrucksvollen Sieg bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hin.
Daniel Günther legte einen eindrucksvollen Sieg bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hin.
Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius

Die gewonnene Landtagswahl in Schleswig-Holstein am vergangenen Sonntag (8. Mai) veranlasste so einige Parteimitglieder zu ausgelassenen Tanz- und Singeinlagen – leider erstrahlt eine von Daniel Günther und Co. nun in keinem guten Licht.

Sieg bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein! Leider überschattet ein Skandal des Koalitionspartners im Bund die Siegestrunkenen im hohen Norden.

Landtagswahl in Schleswig Holstein: Hubschraubereinsatz auf der Tanzfläche

Die eingeheimsten 43,4 Prozent bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein verhalf der CDU um Daniel Günther zu einem Höhenflug, der einige auf der Wahlparty den Malle-Hit „Mach den Hub Hub Hub“ anstimmen ließ. Ein kurzer Clip, der aktuell in den sozialen Medien kursiert, erntet nun reichlich Hohn und Spott.

+++ Sylt: Verteidigungsministerin Lambrecht erlaubt sich Mega-Faux-Pas – das kann sie ihren Job kosten +++

Kostprobe aus dem Text: „Mach mir den Hub Hub Hub, mach mir den Schrauber Schrauber Schrauber, mach mir den Helikopter eins eins sieeeben“...der Rest lässt sich erahnen. Sogar die Tanzeinlage beherrschen Günther und seine ausgelassene Truppe perfekt: Mit ausgestreckten Zeigefingern deuten sie sich drehende Rotorblätter an. Dabei lassen sich auch noch Biergläser in der anderen Hand halten – hier wird richtig gefeiert!

Landtagswahl in Schleswig Holstein: Hey, das geht ab

Dumm nur, dass Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) erst vor wenigen Tagen mit einem dubiosen Hubschrauberflug für einen Skandal sorgte, der auch auf den Koalitionspartner im Bundestag abfärbt (wir berichteten). Bei diesem nahm sie ihren Sohn mit – womöglich unerlaubt und auf Staatskosten, hieß es zuerst.

Das Bundesverteidigungsministerium hatte dann aber einen Medienbericht über einen womöglich unzulässigen Mitflug des Sohnes zurückgewiesen. Demnach ist die Mitreise rechtlich zulässig und Lambrecht übernahm wie vorgeschrieben die Kosten „zu 100 Prozent“. Gut dastehen tut die Verteidigungsministerin wegen des Vorfalls trotzdem nicht. Ihr wird wenig Fingerspitzengefühl vorgeworfen.

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Spott, Spott, Spott nach der Landtagswahl in Schleswig Holstein

„Einziger skandalfreier Helikopterflug in der nahen politischen Vergangenheit“ betitelt eine Frau den wilden Party-Clip auf Twitter.

„Wenn jemand fragt, wofür das C in CDU steht: cool.“ feixt „WELT“-Journalistin Rixa Fürsen. „Verdiente Fröhlichkeit. Sieht trotzdem peinlich aus“, lautet das Fazit eines Mannes auf Twitter.

Das Wahlergebnis spricht für sich, und für den beruflich-privaten Hubschrauber-Flug von Christine Lambrecht kann die CDU nichts, die Tänzer in Schleswig-Holstein erst recht nicht.

Dennoch dürfte die CDU mehr Gelächter als Anerkennung ernten. So lange Flüge mit Regierungs-Helikoptern sauber ablaufen, darf auf Wahlpartys aber wohl fast alles gesungen werden.

Außer vielleicht „Hub, hub, hub“. Aber lassen wir das. (wip)