Landtagswahl in Schleswig-Holstein: 9 Tage vor der Wahl scheint das Ergebnis klar zu sein

Die Sonne scheint auf den Kieler Landtag. Am 8. Mai ist Landtagswahl in Schleswig-Holstein.
Die Sonne scheint auf den Kieler Landtag. Am 8. Mai ist Landtagswahl in Schleswig-Holstein.
Foto: picture alliance/dpa | Frank Molter

Bereits die letzten Umfragen haben deutlich gezeigt, welche Parteien in diesem Jahr die meisten Wähler bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein erreichen könnten.

Eine neue Umfrage zeigt nun neun Tage vor der entscheidenden Landtagswahl in Schleswig-Holstein, worauf sich die Bürger des nördlichsten Bundeslandes am 8. Mai vorbereiten können.

Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Eine Partei liegt mit Abstand weit vorne

In der ARD-Wahlumfrage kommt die CDU aktuell auf 38 Prozent, hält seit April stabil ihren Wert und bleibt damit aktuell stärkste Kraft. Im Vergleich zur vergangenen Wahl im Jahr 2017 (32 Prozent) könnte sie ihren Sieg sogar noch weiter ausbauen.

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Aus Sicht der Bürger in Schleswig-Holstein erfährt eine CDU-geführte Landesregierung außerdem den größten Zuspruch, aktuell wünschen sich 46 Prozent der Wähler der Befragten dieses Ergebnis.

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Infos zur Wahl in Schleswig-Holstein (SH):

  • Am 8. Mai findet die Wahl für den 20. Landtag in Schleswig-Holstein statt
  • Der Landtag wird für 5 Jahre gewählt
  • Er bestimmt den Ministerpräsidenten des Landes
  • Aktuell regiert Daniel Günther (CDU) mit einer Koalition aus CDU, Grünen und FDP
  • In Schleswig-Holstein gibt es insgesamt 35 Wahlkreise, in denen über die neue Regierung abgestimmt wird

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Die SPD käme auf 19 Prozent und würde sich gegenüber dem letzten Wahlergebnis (27,3 Prozent) verschlechtern. Die Grünen kämen wie Mitte April auf 16 Prozent. Die FDP erreicht wie zuletzt 9 Prozent. Die AfD, die 2017 mit 5,9 Prozent in den Landtag eingezogen ist, kommt aktuell auf 5 Prozent und landet damit im Bereich der Fünf-Prozent-Hürde.

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Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Umfrage ist keine Prognose

Auch wenn die Zahlen seit einigen Wochen eindeutig sind, bleibt es bei der Umfrage lediglich ein Stimmungsbild der Bevölkerung. Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten.

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Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat zudem die letzte Phase des Wahlkampfs mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern. Bewegungen sind damit in Schleswig-Holstein bis zum 8. Mai weiterhin möglich.

Bei einem Wahlausgang am 8. Mai entsprechend der aktuellen Sonntagsfrage, könnte die CDU mit den Grünen ein Zweier-Bündnis bilden. Auch eine schwarz-gelbe Koalition liegt nach der aktuellen Stimmungslage knapp im Bereich des Möglichen. Eine Koalition unter Führung der SPD wäre derzeit rechnerisch nur unter Einbeziehung der Grünen, der FDP und des Südschleswigscher Wählerverband (SSW) möglich.

An der Umfrage nahmen 1.530 Wahlberechtigte Bürger aus Schleswig-Holstein teil. (kl)