Lübeck: Museum wird umgebaut – dabei machen Archäologen einen bemerkenswerten Fund

Der Ausblick von der Petrikirche in Lübeck auf das Holstentor
Der Ausblick von der Petrikirche in Lübeck auf das Holstentor
Foto: IMAGO / Panthermedia

Der Stadthügel in Lübeck hält immer wieder Überraschungen bereit. Bei Umbauarbeiten des Theaterfigurenmuseums zu Füßen der Petrikirche haben Archäologen Reste eines turmartigen Hauses gefunden, dessen Entstehung auf die Zeit um 1170 datiert wird.

Nach Angaben der Hansestadt Lübeck ist es somit das älteste massive Backsteinhaus der Hansestadt und eines der ältesten Nordeuropas.

Lübeck: Fund unterhalb des Kellers

Unterhalb des Kellers des ehemaligen Museums fanden die Archäologen massive Reste eines Fundaments, das aus mehreren Lagen übereinandergeschichteter Findlinge besteht.

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Sie bildeten nach Angaben der Archäologen das Fundament eines so genannten Steinwerks, eines turmartigen Gebäudes mit einem Grundriss von etwa 10,5 mal neun Metern. Die Höhe des Gebäudes habe vermutlich der heutigen Höhe des Hauses Kolk 14 entsprochen.

Das massive Fundament sollte nach Einschätzung der Archäologen verhindern, dass das Gebäude wegen seiner Größe und der extremen Hanglage zwischen der Kirche und der Trave in den Fluss rutschte.

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Das ist Lübeck:

  • Flächenmäßig ist Lübeck die größte Stadt Schleswig-Holsteins
  • Das geschlossene Stadtbild wurde 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt
  • Die Hansestadt zählt 1800 denkmalgeschützte Gebäude
  • Lübeck zählt rund 220.000 Einwohner

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Lübeck: Neues Museum eröffnet 2023

Die Experten hätten jedoch nachgewiesen, dass auch diese massive Fundamentierung nicht habe verhindern können, dass sich das gesamte Steinwerk um bis zu 80 Zentimeter in Richtung der Trave abgesenkt habe, sagte eine Sprecherin der Hansestadt Lübeck.

Im Kolk entsteht derzeit aus dem Theaterfigurenmuseum und dem Figurentheater Lübeck eine neue Lübecker Kulturinstitution mit dem Namen Kolk 17. Dort sollen nach Angaben einer Sprecherin auch die Ergebnisse der aktuellen Grabungen digital erlebbar gemacht werden.

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Das neue Museum soll nach jetzigen Planungen im Jahr 2023 eröffnet werden. (dpa)