Lübeck: Einheimische reagiert knallhart auf diese Aufnahme – „Die verdreckteste Stadt, die ich kenne“

Blick auf die Marienkirche in Lübeck.
Blick auf die Marienkirche in Lübeck.
Foto: IMAGO / imagebroker

In der Hansestadt Lübeck an der Ostsee geht eine Frau mit ihrer Heimat hart ins Gericht. Und auch die Ruhrpott-Bewohner in Nordrhein-Westfalen kommen nicht all zu gut weg in ihrer Meinung.

Lübeck ist leider die verdreckteste Stadt, die ich kenne. Selbst im Pott ist es sauberer“, heißt es in Sozialen Netzwerken der Einwohnerin. Ihren Beitrag ausgelöst hatte ein Bild einer anderen Frau.

Lübeck baut nach historischem Vorbild

Die war in der schönen Altstadt direkt beim Gründerviertel (oder auch „Gründungsviertel“) untwerwegs. Und das ist eines der Aushängeschilder von Lübeck und seiner Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

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Im Zweiten Weltkrieg wurde das alte Kaufmannsviertel zerstört und dann in den 50er-Jahren nicht mehr nach historischem Vorbild aufgebaut, sondern es entstanden zwei große Einzelgebäude für Schulen und ein öffentlicher Parkplatz. 2009 wurden die Schulen dann verlagert und man hatte eine besondere Idee für den Ort neben der Marienkirche.

Es werden nun wieder giebelständige Stadthäuser gebaut und die historischen Baufluchten genutzt. Alles aber mit zeitgemäßer Archtitektur. Insgesamt 38 Grundstücke sind in der Entstehung.

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Das ist Lübeck:

  • Flächenmäßig ist Lübeck die größte Stadt Schleswig-Holsteins
  • Das geschlossene Stadtbild wurde 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt
  • Die Hansestadt zählt 1800 denkmalgeschützte Gebäude
  • Lübeck zählt rund 220.000 Einwohner

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Ärger in Lübeck

Ein wenig ähnelt das Projekt der „Neuen Frankfurter Altstadt“, wo man historische Gebäude sogar haargenau wieder neu aufbaute.

Doch was störte die Einheimische nun eigentlich in ihrem Gründerviertel in Lübeck? Auf dem Foto, das eine Frau online teilte, ist ein völlig überfüllter Mülleimer zu sehen, der einige wütend machte. Auch neben dem Behälter liegen noch Prospekte und anderer Abfall. „Seit einer Woche kommt niemand zum leeren. Mitten in der Altstadt. Braunstrasse. Toll für die Urlauber, die sich das Gründerviertel anschauen“, schreibt die Beitragsverfasserin.

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„Schlimmer finde ich dort Müll zu entsorgen, obwohl der Eimer voll ist“, antwortet daraufhin ein Mann. Klar, den eigenen Müll mit zum nächsten Behälter zu nehmen, wäre die Optimallösung gewesen.

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Die Wut-Antwort, dass Lübeck die verdreckteste Stadt sei und selbst der Pott sauberer, wollten einige Menschen übrigens so nicht stehenlassen. „Fahr mal nach Hamburg“ oder „schau mal in Städte wie Düsseldorf, Frankfurt, Dortmund, Berlin, Köln“, haben weitere Lübecker andere Eindrücke.

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