„Mein Schiff“: Frau hat Kreuzfahrt für viel Geld gebucht – dann erfährt sie DAS! „Nicht nachvollziehbar“

Nur wenige Tage, nachdem eine Frau eine Kreuzfahrt mit „Mein Schiff“ gebucht hatte, war ihr Ärger groß (Symbolbild).
Nur wenige Tage, nachdem eine Frau eine Kreuzfahrt mit „Mein Schiff“ gebucht hatte, war ihr Ärger groß (Symbolbild).
Foto: imago images/McPHOTO

Wer eine Kreuzfahrt machen will, braucht häufig das nötige Kleingeld. Das weiß man, wenn man sich dafür, seinen Urlaub auf diese Weise zu verbingen. Doch was eine Frau bei „Mein Schiff“ erlebt hat, ärgert sie.

Als sie nach eigenen Angaben ein Wochenend-Angebot von Tui Cruises bekam, seien nur noch wenige Kabinen verfügbar gewesen. Ihre Wunschkabine am Heck konnte sie nicht buchen, denn es waren offenbar nur nur drei in der teuersten Kategorie frei. Also entschied sie sich für den Plus-Tarif von „Mein Schiff“. Dabei werden Passagieren ihre Kabinen per Zufallsprinzip zugeordnet. So weit, so gut. Doch wenig später folgte eine große Enttäuschung für die Frau.

„Mein Schiff“: Zwei Tage später entdeckt die Frau DAS

Nur zwei Tage später habe Tui über Partner die gleiche Reise 200 Euro billiger angeboten. „Plötzlich sind ganze Etagen wieder buchbar“, berichtet sie in einer Facebook-Gruppe und fragt: „Warum macht Tui sowas?“

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Daten und Fakten zu „Mein Schiff“:

  • Insgesamt sieben Kreuzfahrtdampfer zählen zur „Mein Schiff“-Flotte der Reederei Tui Cruises
  • Die gesamte „Mein Schiff“-Flotte fährt unter der Flagge von Malta, daher gibt es auch keine Umsatzsteuer an Bord
  • Die Reederei hat ihren Firmensitz in Hamburg
  • Bis voraussichtlich 2026 sollen drei neue „Mein-Schiff“-Kreuzer gebaut werden
  • Insgesamt ca. 6.980 Besatzungsmitglieder sind an Bord der Schiffe für Tui Cruises im Einsatz

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Sie habe kein Glück bei ihrer Kabinenzuteilung gehabt und sei „mit der zweitschlechtesten bestraft“, worden. Auch kann die Frau nicht nachvollziehen, warum „Kellerkabinen“ zugeteilt werden, wenn das Schiff quasi so gut wie leer sei.

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Mit „Kellerkabinen“ meint sie Kabinen mit Sichtbehinderung beziehungsweise die, bei denen sich die Gastronomie gleich darunter befindet. „Was sich Tui rausnimmt, ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagt sie.

Unterschiedliche Preise für die gleiche „Mein Schiff“-Reise

Wie kann es sein, dass sich innerhalb nur weniger Tage solche Differenzen bei den Preisen ergeben? MOIN.DE hat bei Tui Cruises nachgefragt.

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Die Deutschen lieben Kreuzfahrt-Urlaub:

  • Insgesamt unternahmen im Jahr 2018 rund 2,73 Millionen deutsche Passagiere eine Kreuzfahrt.
  • Am beliebtesten sind Kreuzfahrten mit weitem Abstand bei US-Amerikanern, gefolgt von Chinesen – dann folgen die Deutschen.
  • Die beliebtesten Fahrtgebiete unter den deutschen Kreuzfahrern sind Nordeuropa und das westliche Mittelmeer.
  • Dank des Kreuzfahrt-Booms der vergangenen Jahre ist Deutschland heute ein Werftenstandort von weltweitem Rang.
  • In der öffentlichen Wahrnehmung werden aber immer auch die hohen Belastungen für Mensch und Umwelt durch Kreuzfahrtschiffe betrachtet.

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„Einige unserer Partner kaufen Kabinen bei uns ein und treten dann selbst als Veranstalter auf. In diesem Fall kann es durchaus einmal vorkommen, dass sich der Preis anders darstellt“, erklärt Unternehmssprecherin Friederike Grönemeyer das Prinzip des Tui Partner-Systems.

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Sie stellt klar, dass eine Verknappung von Kabinen nicht vorgenommen werde. „Es kann höchstens sein, dass mehrere Kabinen als Optionen angelegt waren und deshalb zu dem Zeitpunkt, als die Kundin buchen wollte, nicht buchbar waren. Wenn diese Optionen dann nicht in feste Buchungen umgewandelt wurden, sind sie später wieder in den Verkauf gegangen.“

„Mein Schiff“-Kundin wird Reise dennoch antreten

Die „Mein Schiff“-Kundin hat sich inzwischen damit abgefunden und will dennoch auf die Kreuzfahrt gehen. Denn: „Nur weil Tui die Reise kurz darauf viel billiger über Partner raushaut, ist das kein Grund, stornieren zu dürfen“, sagt sie. Am Ende sei sie selbst Schuld, nicht bis „last last Minute“ zu warten.

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Offenbar ist sie mit dieser Ansicht nicht alleine. In den Kommentaren zu dem Facebook-Beitrag wird deutlich, dass zahlreiche Menschen das völlig normal finden. Das ist ihnen ihre Kreuzfahrt wert. (mk)